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  • Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim mit Lorenz-Oken-Medaille geehrt

    AUSGEZEICHNET

    Mai Thi Nguyen-Kim mit Lorenz-Oken-Medaille geehrt

    Für ihre außergewöhnlichen Leistungen in der Vermittlung von Wissenschaft – auch an Zielgruppen, die sonst wenig Zugang zu Wissenschaft haben – zeichnet die Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ) Mai Thi Nguyen-Kim mit der Lorenz-Oken-Medaille aus. Als Wissenschaftsjournalistin, Fernsehmoderatorin, Chemikerin, Autorin und YouTuberin erreicht Nguyen-Kim Millionen Menschen. Verliehen wurde die Ehrung im Rahmen des Forums Wissenschaftskommunikation am 5. Oktober 2022 in Hannover.
    Mai Thi Nguyen-Kim © David Ausserhofer/Wissenschaft im Dialog

    © David Ausserhofer/Wissenschaft im Dialog

    Medaille und Urkunde: Die Preisträgerin mit GDNÄ-Präsident Martin Lohse (links) und GDNÄ-Schatzmeister und Generalsekretär Professor Michael Dröscher.
    Die Vermittlung von Wissenschaft erfordert gerade in Zeiten von Desinformation und Fake News neue Ansätze. Mit ihren Formaten in sozialen Medien, Fernsehen und Hörfunk spricht Dr. Mai Thi Nguyen Kim insbesondere junge Menschen an sowie Zielgruppen, die bisher keinen Zugang zu fundierten Informationen aus der Wissenschaft hatten. Als promovierte Chemikerin vermittelt sie Forschungsthemen hochkompetent und breitenwirksam und erreicht mit ihrem YouTube-Kanal maiLab mehr als 1,4 Millionen Abonnenten. Nguyen-Kim trägt wesentlich zum Meinungsbildungsprozess in der Gesellschaft bei und steht damit in der Tradition von Lorenz Oken, der die Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte im Jahre 1822 gründete, um den freundschaftlichen Austausch zwischen Naturforschern und Ärzten sowie zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu fördern.
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    Per Video zugeschaltet: Mai Thi Nguyen-Kim auf der Festversammlung 2022 in Leipzig.

    Der Präsident der GDNÄ, Professor Martin Lohse, sagte in Hannover: „Mit ihrem erfolgreichen Einsatz für die Kommunikation zwischen Wissenschaft und insbesondere jungen Menschen ist Mai Thi Nguyen-Kim eine würdige Trägerin der Lorenz-Oken-Medaille.“ Die Ehrung erfolgte im Rahmen des Forums Wissenschaftskommunikation am 5. Oktober in Hannover. Die Laudatio hielt der Präsident der Universität Göttingen, Professor Metin Tolan. Die Preisträgerin antwortete mit einen Impulsvortrag über die Bedeutung der sozialen Medien in der Wissenschaftskommunikation.
    Nobelpreisträger Paul J. Crutzen

    © David Ausserhofer/Wissenschaft im Dialog

    Die Laudatio hielt Professor Metin Tolan, Physiker, Präsident der Universität Göttingen und Communicator-Preisträger.
    Nobelpreisträger Paul J. Crutzen

    © David Ausserhofer/Wissenschaft im Dialog

    Preisträgerin Mai Thi Nguyen-Kim am 5. Oktober 2022 in Hannover.

    Zur Person

    Mai Thi Nguyen-Kims Eltern stammen aus Vietnam. Ihr Vater ist Chemiker und arbeitete bei der BASF. Nach dem Abitur studierte sie Chemie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und absolvierte einen Forschungsaufenthalt am Massachusetts Institute of Technology. Während ihres Studiums war sie Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes. 2017 wurde sie über ein Thema aus der Polymerchemie an der Universität Potsdam promoviert. In ihrer Promotionszeit an der RWTH Aachen und der Universität Potsdam verbrachte Nguyen-Kim ein Forschungsjahr an der Harvard University und am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung.

    Im Jahr 2015 startete sie den YouTube-Kanal The Secret Life of Scientists, um Stereotype über (Natur-)Wissenschaftler infrage zu stellen und einem jungen Publikum naturwissenschaftliche Themen zu vermitteln. Im Oktober 2016 ging ihr YouTube-Kanal schönschlau online. Zeitweise moderierte sie den Kanal Auf Klo und Lernvideos für die Fächer Chemie und Mathematik im Format musstewissen. Ihr Kanal schönschlau wurde 2018 in maiLab umbenannt. Nguyen-Kim ist Moderatorin im Wissenschaft-im-Dialog- Projekt Die Debatte und gehört mit Harald Lesch, Jasmina Neudecker und Suzanna Randall zum Team von Terra X Lesch & Co. Von 2018 bis 2021 war sie im Moderatorenteam der Sendung Quarks.

    Nguyen-Kim veröffentlichte zwei Bücher: Komisch, alles chemisch! (2019) und mit Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit (2021) einen Titel, der noch im Erscheinungsmonat Platz eins der Spiegel- Bestsellerliste eroberte.

    GDNÄ wählt Anke Kaysser-Pyzalla in ihr Präsidium

    GDNÄ wählt Anke Kaysser-Pyzalla in ihr Präsidium

    Die Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ) hat Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla im Rahmen der 200-Jahr-Feier in Leipzig zur Vizepräsidentin gewählt. Die Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt (DLR) wird in den Jahren 2025 und 2026 Präsidentin der GDNÄ sein.

    Die Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ) hat auf ihrer Mitgliederversammlung im Rahmen der 200-Jahr-Feier am Gründungsort Leipzig Professorin Dr.-Ing Kaysser-Pyzallla zur 2. Vizepräsidentin für die Jahre 2023 und 2024 gewählt. Sie wird in den Jahren 2025 und 2026 die Präsidentschaft der GDNÄ übernehmen und damit in der 200-jährigen Geschichte der Gesellschaft die dritte Frau nach Christiane Nüsslein-Volhard und Eva Maria Neher sein, die der GDNÄ vorsitzt. Heribert Hofer, der die Präsidentschaft der GDNÄ Anfang 2023 von Martin Lohse übernehmen wird, sagt: „Mit Anke Kaysser-Pyzalla kommt eine sehr engagierte Forscherin und Wissenschaftsmanagerin in das Präsidium der GDNÄ. Als Ingenieurin repräsentiert sie die Interdisziplinarität der modernen Wissenschaften.“

    Die GDNÄ ist die älteste interdisziplinäre wissenschaftliche Gesellschaft Deutschlands. Seit 1822 bringt sie Wissenschaftler, Wissenschaftlerinnen und an Wissenschaft Interessierte zum fächerübergreifenden Austausch zusammen. Der Dialog zwischen Naturwissenschaften, Medizin, Technik und Öffentlichkeit ist das Grundanliegen der GDNÄ. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Förderung junger Menschen mit besonderem Interesse an den Naturwissenschaften. So nahmen an der 132. Versammlung und Festsitzung in Leipzig mehr als 200 Schülerinnen, Schüler und Studierende teil.

    Nobelpreisträger Paul J. Crutzen

    © DLR

    Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla

    Zur Person

    Anke Kaysser-Pyzalla hat in Bochum und Darmstadt Maschinenbau und Mechanik studiert. Sie promovierte und habilitierte an der Ruhr-Universität Bochum. Nach Forschungstätigkeiten am Hahn-Meitner-Institut (HMI) und an der TU Berlin forschte und lehrte sie von 2003 bis 2005 an der Technischen Universität Wien. 2005 wechselte sie als Wissenschaftliches Mitglied, Direktorin und Geschäftsführerin in die Leitung der Max-Planck-Institut für Eisenforschung GmbH nach Düsseldorf. 2008 folgte die Berufung zur Wissenschaftlichen Geschäftsführerin der Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH, die unter ihrer Leitung aus der Fusion von HMI und BESSY entstand. 2017 wurde Anke Kaysser-Pyzalla zur Präsidentin der Technischen Universität Braunschweig gewählt. Seit 2020 ist sie Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).

    Die GDNÄ trauert um ihren Altpräsidenten Professor Harald Fritzsch

    Professor Harald Fritzsch

    Die GDNÄ trauert um ihren ehemaligen Präsidenten

    Der ehemalige Präsident der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ), der Physiker Prof. Dr. Harald Fritzsch, ist am 16. August 2022 im Alter von 79 Jahren in München verstorben. Harald Fritzsch war in den Jahre 2003 bis 2004 Präsident der GDNÄ und leitete die 123. Versammlung in Passau.

    „Harald Fritzsch war ein theoretischer Physiker, der wichtige Beiträge zur Theorie der Quarks geleistet hat“, sagt der GDNÄ-Präsident Professor Martin Lohse. „Er machte sich auch als Autor populärwissenschaftlicher Bücher einen Namen, etwa mit seinem Buch ‚Quarks‘, das 1981 erschien. In seinen späteren Werken ließ er Wissenschaftler verschiedener Epochen miteinander über schwierige physikalische Themen diskutieren.“

    Harald Fritzsch wurde 1943 in Zwickau geboren. Nach dem Abitur an der Erweiterten Oberschule „Gerhart Hauptmann“ war er ab dem Sommer 1961 Soldat der Nationalen Volksarmee der DDR in Kamenz, wo er bei den Luftstreitkräften zum Funker ausgebildet wurde. Er studierte von 1963 bis 1968 in Leipzig Physik. 1968 waren er und ein Freund die Initiatoren einer riskanten, äußerst öffentlichkeitswirksamen Protestaktion gegen die Sprengung der 700 Jahre alten Paulinerkirche. Fritzsch gelang zusammen mit seinem Freund eine gewagte Flucht per Faltboot über das Schwarze Meer in die Türkei. Er setzte sein Studium in München fort, wo er 1971 unter Anleitung von Heinrich Mitter mit einer Arbeit „Über die algebraische Struktur von Observablen in der starken Wechselwirkung“ promovierte. Nach der Promotion ging er ein Jahr an das Europäische Forschungszentrum CERN bei Genf. Anschließend wechselte er mit Murray Gell-Mann zum California Institute of Technology (Caltech) in Pasadena. Von 1977 bis 1978 war er Professor an der Universität Wuppertal. 1979 wechselte Fritzsch an die Universität Bern, dann 1980 an die Ludwig-Maximilians-Universität München. 2008 wurde er emeritiert. Fritzsch war Ordentliches Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

    Die GDNÄ wird ihrem ehemaligen Präsidenten, dem renommierten Physiker Professor Harald Fritzsch, ein ehrendes Andenken bewahren.

    Nobelpreisträger Paul J. Crutzen

    © Rotary Magazin

    Professor Harald Fritzsch

    Michael Dröscher: „Menschen zusammenbringen, Ideen entwickeln“

    „Menschen zusammenbringen, Ideen entwickeln“

    Er war Innovationsmanager in der Chemieindustrie und hält jetzt die Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte auf Trab: Michael Dröscher über seine Pläne für die GDNÄ der Zukunft. 

    Herr Professor Dröscher, seit 2015 sind Sie Generalsekretär, seit 2017 auch Vorstandsmitglied und Schatzmeister der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte. Was ist deren größter Schatz?
    Ganz eindeutig die Menschen, die unserer Gesellschaft nahestehen. Dazu zähle ich unsere Mitglieder und alle diejenigen, die sich für uns interessieren und bei uns mitwirken, etwa mit Vorträgen auf unseren Versammlungen. Ein großer Schatz ist auch das Schülerprogramm, das uns einen wunderbaren Zugang zu jungen Leuten ermöglicht. Wir hoffen natürlich, noch mehr Menschen aus Wissenschaft, Gesellschaft und Schulen für eine Mitgliedschaft gewinnen zu können. Einfach ist das heutzutage nicht. 

    Woran liegt das?
    Die meisten Vereine verlieren Mitglieder und haben nicht genug Nachwuchs. Die GDNÄ, auch sie ist als Verein organisiert, macht da keine Ausnahme. Zum Glück werden wir sehr großzügig von Stiftungen gefördert, unsere Existenz hängt also nicht allein von Mitgliedsbeiträgen ab. Den Schwund nehmen wir nicht einfach hin, sondern stemmen uns nach Kräften dagegen.  

    Wie können wir uns das vorstellen?
    Zum einen beziehen wir den Nachwuchs stärker als früher ein, zum Beispiel mit eigenen Formaten auf unseren Versammlungen. Ein Beispiel: Zum Auftakt der 200-Jahr-Feier in Leipzig werden Schülerinnen und Schüler einen Programmteil unter dem Motto „Wir haben nur eine Erde“ gestalten. Zum anderen wollen wir unsere Mitglieder stärker aktivieren, da sehen wir noch viel Potenzial. Sobald die Corona-Lage es erlaubt, wird es auch wieder regionale Präsenztreffen geben. Dieses neue Format hatten wir vor der Pandemie eingeführt und hoffen, dazu bald wieder unsere Mitglieder einladen zu können, um uns mit Ihnen fachübergreifend auszutauschen. 

    Ist das interdisziplinäre Anliegen der GDNÄ angesichts immer größerer Spezialisierung in den Naturwissenschaften noch zeitgemäß?
    Beides ist wichtig, aber die Bedeutung des Interdisziplinären wächst. Nehmen wir mein Fachgebiet, die Chemie. Da gibt es nach wie vor die klassische Synthese von Molekülen und die Entwicklung und Optimierung von Prozessen. Aber die großen Fortschritte gelingen dort, wo Chemiker mit Biologen und Informatikern zusammenarbeiten. In der GDNÄ wollen wir dazu inspirieren, auf unseren Versammlungen und zwischendurch bei den regionalen Treffen. Ich sehe da einen enormen Bedarf, den keine andere wissenschaftliche Gesellschaft deckt. Der persönliche Austausch über neue Erkenntnisse in Biologie, Chemie, Physik, Informatik, den Ingenieurwissenschaften und Medizin ohne direkten Verwertungsdruck und mit führenden Fachvertretern – das ist eine große Chance für die GDNÄ.

    Saarbrücken 2018 © Robertus Koppies

    Luftbild des Industrieparks Marl im Ruhrgebiet: Mit einer Fläche von mehr als sechs Quadratkilometern gehört das Gelände zu den größten Industrieparks in Deutschland. Was einst die Adresse der Chemischen Werke Hüls AG war, ist heute der größte Standort von Evonik. Insgesamt arbeiten mehr als zehntausend Menschen im Marler Industriepark – in knapp zwanzig Unternehmen. © Evonik Industries AG

    Geht es dabei nur Grundlagenforschung oder auch um Anwendungswissen?
    Beides sollte eine Rolle spielen. Allerdings kommt die angewandte Forschung im öffentlichen Diskurs wie auch innerhalb der GDNÄ oft zu kurz. Sie hat mehr Beachtung verdient. 

    Sie kennen beide Welten und sind nach beruflichen Anfängen im akademischen Bereich in die Wirtschaft gewechselt. 1982 haben Sie Ihre Industrie-Karriere bei den Chemischen Werken Hüls AG begonnen, ein Unternehmen, das es heute so nicht mehr gibt. Wie erlebten Sie den Strukturwandel in der deutschen Chemieindustrie?
    Dieser Wandel begann schon bald nach meinem Einstieg bei der Hüls AG Anfang der 1980er-Jahre mit immer mehr Firmenzusammenlegungen und Neugründungen. Wenn man da mittendrin ist, ist es nicht immer einfach. Insgesamt aber war diese Entwicklung unausweichlich, um in einer zunehmend globalisierten Welt bestehen zu können. Letztlich haben die vielen Merger die deutsche Chemieindustrie stärker und innovativer gemacht.  Ein Beispiel: Der Chemiepark Marl, wo ich mal angefangen habe, ist heute der größte Standort der Evonik und beherbergt zudem etwa 25 weitere Chemiefirmen. 

    Sie waren viele Jahre als Innovationsmanager tätig. Kreative und zugleich praktikable Lösungen werden auch heute dringend benötigt. Haben Sie ein Rezept?
    Da gibt es leider kein Patentrezept. Was bei mir funktioniert hat, war dieser Weg: Gute Leute aus verschiedenen Firmenbereichen zusammenbringen, sie ihre Ideen in geschützten Start-up-ähnlichen Strukturen, sogenannten Projekthäusern, entwickeln lassen und die Lösungen, sobald sie marktnah sind, in die Geschäftsbereiche des Mutterunternehmens einspeisen. Bewährt hat sich das Vorgehen zum Beispiel bei der Hüls-Tochter Creavis, die dann Teil der Degussa wurde, die inzwischen beide im Evonik-Konzern aufgegangen sind. 

    Sind dabei erfolgreiche Innovationen herausgekommen?
    Ich denke schon. Bei Creavis haben wir beispielsweise biochemische Verfahren zur Herstellung von Aminosäuren entwickelt, bei denen Evonik heute Weltmarktführer ist. Sehr früh wurde dort an funktionellen Nanopartikeln gearbeitet, die heute in vielen Bereichen unverzichtbar sind – denken wir nur an die Herstellung von Mikrochips und die Anwendung in Lacken und Kosmetika.

    Produktionsstätten im Abendlicht: Der Industriepark Marl ist vielfältig an das europäische Straßen-, Schienen- und Wasserstraßennetz angebunden. © Evonik Industries AG

    Wie sehen Sie die Zukunft des Industriestandorts Deutschland?
    Wir befinden mitten in einer großen Transformation hin zu klimafreundlicheren Energieträgern und Rohstoffen. Das fossile Zeitalter geht zu Ende, und der Industrie ist klar, dass sie sich ganz neu aufstellen muss. Die Investitionen für die nächsten 15 bis 30 Jahre sind schon darauf ausgerichtet. Gelingen kann die Transformation, wenn wir genug Wasserstoff haben und diesen zuverlässig aus sonnenreichen Ländern beziehen können. Einige Länder wie etwa Saudi-Arabien bereiten sich darauf vor. Als Mitglied der Enquete-Kommission „Zukunft der chemischen Industrie in NRW“ habe ich mich ausführlich mit der Thematik beschäftigt und berate weiterhin Unternehmen zu diesen Fragen. 

    In der öffentlichen Debatte geht es derzeit viel um Gas als Übergangslösung. Wie lautet Ihre Einschätzung?
    Um den wachsenden Energiebedarf in unserem Land zu decken und um die Kohle- und Atomkraftwerke, die wir abgeschaltet haben und noch abschalten werden, zu ersetzen, geht es auf absehbare Zeit nicht ohne Gas. Allein die chemische Industrie wird in Zukunft so viel Strom brauchen, wie heute alle Privathaushalte zusammen und die Elektromobilität noch einmal so viel. Gaskraftwerke werden voraussichtlich noch 15 bis 20 Jahre als Brückentechnologie benötigt. Wir müssen auch neue Anlagen errichten. Evonik baut gerade zwei neue Gaskraftwerke im Chemiepark Marl als Ersatz für zwei Kohleblöcke. Wir müssen auf jeden Fall sicherstellen, dass wir so viel Gas, wie wir brauchen, beziehen können, ob das als Flüssiggas per Tankschiff kommt, oder über die Pipelines. Wenn Nord Stream 2 aus politischen Gründen nicht kommen sollte, werden wir andere Lieferwege brauchen.

     Lassen Sie uns zum Schluss noch einmal auf die GDNÄ schauen, die bald 200 Jahre alt wird. Wie weit sind Sie mit den Vorbereitungen zum Fest?
    Wir liegen voll im Plan. Mit der Leipziger Kongresshalle haben wir einen wunderbaren Veranstaltungsort für die Festversammlung im September gefunden, das Vortragsprogramm mit renommierten Wissenschaftlern steht und die Schülerinnen und Schüler kommen im Frühsommer zusammen, um ihren Programmteil zu gestalten. Es wird eine attraktive, allgemein verständliche Festschrift in Buchform geben. Wir wenden uns diesmal verstärkt an die Öffentlichkeit: mit Medienberichten, über Twitter und andere soziale Medien und mit Vorträgen, zu denen alle Leipzigerinnen und Leipziger eingeladen sind. Wir legen großen Wert auf den Austausch mit der Gesellschaft – ganz im Sinne des Wissenschaftsjahres 2022, das unter dem Motto „Nachgefragt!“ die Bürgerbeteiligung in Wissenschaft und Forschung stärken will.

    Prof. Dr. Michael Dröscher Dorsten © GDNÄ

    Prof. Dr. Michael Dröscher © GDNÄ

    Zur Person

    Seit 2017 ist Prof. Dr. Michael Dröscher Schatzmeister und Vorstandsmitglied der GDNÄ und seit 2015 deren Generalsekretär. Er stammt aus Kirn an der Nahe, wo er 1949 zur Welt kam. Sein Chemiestudium absolvierte er in Mainz, dort schloss er auch seine Promotion ab.  Anschließend nahm er eine Stelle als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Freiburg an und habilitierte sich mit nur 31 Jahren für das Fach Makromolekulare Chemie. Seine akademische Laufbahn setzte er zunächst als Privatdozent und von 1988 an als außerplanmäßiger Professor an der Universität Münster fort.

    Mehr noch als für die Grundlagenforschung interessiert sich Michael Dröscher für die Anwendung wissenschaftlicher Ergebnisse – und so führte ihn sein Weg in die Industrie. Er startete 1982 als Laborleiter und 1984 als Abteilungsleiter bei der Hüls AG im nordrhein-westfälischen Marl. Bei dem Chemieunternehmen, bzw. den Nachfolgeunternehmen Degussa-Hüls, neue Degussa und Evonik-Industries AG, sollte er 27 Jahre bleiben – in wechselnden Funktionen. 1997 wurde der erfahrene Chemiker zum Geschäftsführer der neu gegründeten Hüls-Tochter Creavis Gesellschaft für Technologie und Innovation mbH berufen; heute firmiert das Unternehmen unter dem Dach von Evonik Industries AG als Evonik Creavis GmbH. Fünf Jahre später, im Jahr 2002, wurde Michael Dröscher Innovationsmanager der Degussa AG, die später Teil der Evonik wurde.

    Michael Dröscher engagierte sich auch in Fachgesellschaften und berufspolitisch, unter anderem als Vorsitzender der Deutschen Bunsengesellschaft (2005 bis 2006) und von 2020 bis 2011 als Präsident der Gesellschaft Deutscher Chemiker und als Manager des Clusters CHEMIE.NRW. Er ist Ehrendoktor der Kazan National Research Technological University (Russland).

    Neben seinen Aufgaben in der GDNÄ ist Michael Dröscher vielfach ehrenamtlich aktiv: als Vorsitzender des Verwaltungsrats des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung in Mülheim sowie als Mitglied mehrerer Kuratorien und Beiräte der Max-Planck-Gesellschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und von Hochschulinstituten. Er ist zudem Aufsichtsrat der bValue AG, die Startups fördert und mitfinanziert.

    Wie Innovation der chemischen Industrie neu beleben kann: Darüber schreiben namhafte Expertinnen und Experten praxisnah in diesem Buch, das Michael Dröscher mitherausgegeben hat. Hier eine Leseprobe aus dem englischsprachigen Titel (ISBN 3-00-012425-X.) © Festel Capital

    Weitere Informationen:

    Eva-Maria Neher: „Anspruchsvolle Forschung, aus berufenem Munde vorgestellt“

    „Anspruchsvolle Forschung, aus berufenem Munde vorgestellt“

    Die Förderung junger Forschertalente liegt der Biochemikerin Eva-Maria Neher ganz besonders am Herzen. Sie gründete das Göttinger Experimentallabor für junge Leute (XLAB) und gab dem Schülerprogramm der GDNÄ entscheidende Impulse. 

    Frau Professorin Neher, Sie engagieren sich seit vielen Jahren für die GDNÄ: für das Schülerprogramm, in der Gremienarbeit und vor einigen Jahren auch als Präsidentin. Was treibt Sie an?
    Ganz klar meine Liebe zur Wissenschaft, vor allem zu den Naturwissenschaften. Ich interessiere mich für viele Gebiete, aber heute ist es fast unmöglich, sich überall auf dem aktuellen Stand zu halten. Da kommt mir die GDNÄ sehr entgegen: Sie bringt auf ihren Tagungen hochkarätige Wissenschaftler aus verschiedenen Fachrichtungen zusammen, die neueste Forschung wie auf dem Silbertablett präsentieren – man muss nur zugreifen. 

    Wann hatten Sie zum ersten Mal dieses Silbertablett-Erlebnis?
    Das war, ich kann mich noch gut daran erinnern, auf der Versammlung 2004 in Passau. Sie stand unter dem Motto „Raum, Zeit, Materie“. Ich war begeistert von den Vorträgen, von der anregenden Atmosphäre und bin kurz darauf Mitglied geworden.

    Saarbrücken 2018 © Robertus Koppies

    Das XLAB zieht junge Talente aus aller Welt an. © Sven Dräger

    Das war die Zeit, in der Sie auch das Experimentallabor für junge Leute XLAB in Göttingen aufgebaut und geleitet haben – eine sehr aktive Zeit also.
    Für mich war es eine Umbruchsphase. Nach einer gerade begonnenen wissenschaftlichen Laufbahn musste ich mit fünf Kindern eine lange Familienpause einlegen – insgesamt waren es neun Jahre. Danach wollte ich unbedingt wieder in die Wissenschaft. Aber in den 1990er-Jahren gab es für eine Rückkehr in die Forschung praktisch keine Chance. Also suchte ich nach anderen Wegen und entwickelte Pläne für ein Labor, in dem Schüler der Klassen 11 und 13 zusammen mit Wissenschaftlern experimentieren können. Die ersten Kurse konnten wir 1999 in den Laboren der Fakultät für Chemie der Universität Göttingen durchführen; ein Jahr später wurde das XLAB eröffnet. 

    In der Öffentlichkeit wurde damals viel über das Humangenom, Stammzellen und grüne Gentechnik diskutiert. Zugleich öffnete sich die Wissenschaft immer mehr für den Austausch mit der Gesellschaft. Gute Voraussetzungen also für das XLAB?
    Ja, es kam genau zur richtigen Zeit. Das öffentliche Interesse an Forschungsthemen war groß, aber vielen Menschen fehlte es an naturwissenschaftlichem Basiswissen. Das erwirbt man, davon bin ich überzeugt, am besten beim Experimentieren in gut ausgestatteten Laboren und im persönlichen Kontakt mit Fachwissenschaftlern. Zum Glück konnten wir davon nicht nur viele tolle Forscher der Göttinger Universität überzeugen, sondern auch die niedersächsische Landesregierung, die uns seither sehr unterstützt. Schon bald hatten wir ein eigenes Gebäude, aus aller Welt strömten hochmotivierte, handverlesene Schüler und junge Studierende für mehrtägige Kurse in den Fächern Chemie, Physik, Biologie und Informatik ins Haus. Mit der Zeit konnte ich zwei XLAB-Experimentallabore im Ausland begründen: eines in Argentinien am der Max-Planck-Forschungsstelle in Rosario und ein weiteres im China, in Shenzhen. Beide Projekte werden sehr aktiv von befreundeten Forschern betrieben. Das Interesse am Standort Göttingen ist aber weiterhin ungebrochen, wobei in Corona-Zeiten natürlich die Onlinekurse dominieren. Derzeit wird das XLAB um ein Begegnungszentrum mit Übernachtungsmöglichkeiten erweitert, um für den voraussichtlichen Ansturm nach der Pandemie gerüstet zu sein.

    Die Wissenschaft ruft, die Göttinger kommen: Eva-Maria Neher vor einem vollen Hörsaal beim Science Festival 2012. © Theodoro Da Silva

    Sie haben sich 2018 aus dem XLAB zurückgezogen, engagieren sich aber weiterhin für das Schülerprogramm der GDNÄ. Wie hat es sich aus Ihrer Sicht entwickelt?
    Das Programm ist auf gutem Kurs, würde ich sagen, und ein Gewinn für beide Seiten. Die GDNÄ braucht die jungen Leute, die ihr langfristig neuen Glanz verleihen. Und die Schüler sind begeistert von dem anspruchsvollen Programm, wie die Rückmeldungen zeigen. Manche treffen zum ersten Mal auf Gleichaltrige, die genauso ticken wie sie selbst und sich leidenschaftlich für die Naturwissenschaften interessieren – da ist die Freude natürlich groß. Als ich 2012 in den GDNÄ-Vorstand gewählt wurde, habe ich mich gleich um das Schülerprogramm gekümmert und mit Paul Mühlenhoff einen exzellenten Mitarbeiter aus dem XLAB ins Boot geholt. Er hat sich tief reingekniet in die neue Aufgabe und das Programm zu dem gemacht, was es jetzt ist.

    Ausgezeichnete Gruppe (nach der Verleihung der Niedersächsischen Landesmedaille durch Ministerpräsident Stephan Weil): v.l.n.r.: Martin Kind, Geschäftsführer der Kind-Gruppe und Präsident von Hannover 96; Gudrun Schröfel, Leiterin des Mädchenchors Hannover; MP Weil; Professorin Eva-Maria Neher und der Unternehmer Dirk Roßmann). © Nds. Staatskanzlei

    Wo steht das Schülerprogramm heute?
    Die jungen Leute übernehmen eine zunehmend aktive Rolle bei den Tagungen. Bei der Versammlung 2016, die in meine Präsidentschaft fiel, haben wir zum Beispiel das Format „Wissenschaft in 5 Minuten“ neu eingeführt. Es handelt sich um eine Art Science Slam von Schülern für Schüler mit dem Ziel, ein Forschungsthema in fünf Minuten verständlich und unterhaltsam darzustellen. Die Teilnehmer sind immer mit großer Begeisterung bei der Sache und können nebenbei das Präsentieren und Diskutieren üben. Für die 200-Jahr-Feier in Leipzig planen wir spannende neue Programmformate – ich freue mich schon darauf.

    Das Schülerprogramm ist unbestritten eine wichtige Aufgabe der GDNÄ. Was noch?
    Vor allem die anspruchsvolle Wissenschaftskommunikation. Es gibt viele Menschen, die mehr über hochrangige Forschung erfahren wollen – nicht aus Büchern und nicht aus den Medien, sondern aus berufenem Munde von den Wissenschaftlern selbst. Auf ihren Versammlungen geht die GDNÄ schon in diese Richtung. Aber ich würde mir wünschen, dass das künftig in noch stärkerem Maße auch zwischen den Tagungen stattfindet.

    Der Vorstandsvorsitzenden der Sartorius AG , Dr. Joachim Kreuzburg, übergibt im Jahr 2016 einen 3D-Drucker als Geschenk an das XLAB. © Sven Dräger, XLAB

    Wenn ich noch etwas Persönliches fragen darf: Sie sind mit einem berühmten Wissenschaftler verheiratet, dem Medizin-Nobelpreisträger Erwin Neher. Man hört immer wieder, dass der Nobelpreis das Leben von Laureaten durcheinanderwirbelt. War das auch in Ihrer Familie so?
    Mein Mann hat aktiv verhindert, dass sein Leben durcheinandergewirbelt wurde – und damit hat sich auch für uns nicht allzu viel verändert. Wir sind beide sehr bodenständig, leben in einem kleinen Ort bei Göttingen und haben versucht, unsere Kinder so bescheiden wie möglich großzuziehen. Alle haben ihren Interessen entsprechend ein Studium absolviert und folgen nun selbstbewusst ihrer jeweiligen beruflichen Laufbahn. 

    Aus dem Ruhrgebiet stammend sind Sie selbst einen ganz anderen Weg gegangen. Wie betrachten Sie ihn rückblickend?
    Ich kam 1950 in Mülheim an der Ruhr als Tochter eines Gärtnereibesitzers zur Welt. Für mich war höchstens ein Realschulabschluss vorgesehen, weil Mädchen, wie es damals hieß, später ja doch heiraten und zu Hause bleiben. Abitur machen durfte ich nur unter der Bedingung, dass ich kein Jahr wiederholen muss. Ich bewarb mich um Aufnahme in das Naturwissenschaftliche Gymnasium, das heute den Namen des Mülheimer Nobelpreisträgers Karl Ziegler trägt – und hatte Erfolg. Damals wurde das Gymnasium von etwa 800 Jungen und nur von vier weiteren Mädchen besucht. Es war eine gute Schule fürs Leben. Ich habe gelernt, meinen Weg auch ohne besondere Privilegien zu gehen.

    Saarbrücken 2018 © Robertus Koppies

    Prof. Dr. Eva-Maria Neher © Nds. Staatskanzlei

    Zur Person

    Als GDNÄ-Präsidentin in den Jahren 2015 und 2016 gestaltete Professorin Eva-Maria Neher die Versammlung in Greifswald zum Thema „Naturwissenschaften und Medizin“. Derzeit engagiert sie sich in der Vorbereitung der Festversammlung zum 200-jährigem Bestehen in Leipzig. International bekannt wurde die aus Mülheim an der Ruhr stammende Biochemikerin als Gründerin des XLAB, des Göttinger Experimentallabors für junge Leute. Sie leitete das im Jahr 2000 eröffnete XLAB bis 2018.

    Von 1969 bis 1973 studierte Neher Biochemie, Organische Chemie und Mikrobiologie an der Georg-August-Universität Göttingen. Sie machte 1974 ihr Diplom und promovierte 1977 mit einer Arbeit über die Regulation der Biosynthese von Poly-β-Hydroxybuttersäure in Alcaligenes eutrophus H16. Danach war sie als wissenschaftliche Assistentin in renommierten Göttinger Forschungsinstituten tätig. Im Anschluss an eine Familienpause leitete Eva-Maria Neher in den 1990er-Jahren Experimentalkurse in den Fächern Chemie und Biologie an der Freien Waldorfschule Göttingen und entwickelte erste Konzepte für das XLAB. Eva-Maria Neher ist seit 1978 mit dem Nobelpreisträger Erwin Neher verheiratet. Sie ist die Mutter von fünf Kindern.

    Für ihr gesellschaftliches Engagement wurde die Wissenschaftlerin 2002 mit dem Niedersächsischen Verdienstorden und 2007 mit dem Niedersächsischen Staatspreis ausgezeichnet. In Anerkennung ihrer wissenschaftlichen Laufbahn und ihrer Verdienste um die naturwissenschaftliche Bildung verlieh die Fakultät für Chemie der Universität Göttingen Eva-Maria Neher 2009 eine Honorarprofessur. 2013 wurde sie mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. 2018 erhielt sie die Niedersächsische Landesmedaille und 2019 den Initiativpreis der Susanne und Gerd Litfin Stiftung. Von 2014 bis 2021 war Neher Vorsitzende des Hochschulrats der Europauniversität Flensburg. Seit 2008 ist sie Mitglied im Hochschulrat der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Niedersachen; seit 2012 hat sie den Vorsitz inne. Eva-Maria Neher ist die Vorsitzende der von ihr gegründeten XLAB-Stiftung zur Förderung der Naturwissenschaften und arbeitet an der Ausgestaltung des XLAB-Begegnungszentrums.

    Das XLAB-Gebäude auf dem Campus der Universität Göttingen. © Architekten Bez+Kock

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    Katharina Kohse-Höinghaus ist Seniorprofessorin für Physikalische Chemie an der Universität Bielefeld und frühere Präsidentin des Combustion Institute. Sie vertritt den Bereich Ingenieurwissenschaften im Vorstandsrat der GDNÄ. Am 18. November 2021 teilte die Chinesische Akademie der Wissenschaften (CAS) mit, dass Katharina Kohse-Höinghaus als neues auswärtiges Mitglied zugewählt worden ist. Die langjährige Liste der ausländischen Mitglieder umfasst insgesamt nur etwa 100 Personen. Dazu zählen der Physiker Klaus von Klitzing, der Biochemiker Hartmut Michel sowie der Mathematiker Martin Grötschel. Gleichzeitig mit Kohse-Höinghaus wurde der Biologe Herbert Jäckle zugewählt.

    Prof. Dr. Katharina Kohse-Höinghaus. © Foto Norma Langohr, Universität Bielefeld