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130. Versammlung, Saarbrücken, 14.-17.09.2018

130. Versammlung, Saarbrücken, 14.-17.09.2018

Digitalisierung der Wissenschaften – von Strukturen zu Prozessen

Sehr geehrte Mitglieder, Freunde und Förderer der GDNÄ,

die Digitalisierung der Wissenschaften ermöglicht ausgehend von Strukturmodellen die Analyse und Simulation von komplexen Prozessen mithilfe von Computern.

Zum ersten Mal in ihrer fast 200-jährigen Geschichte kommt die GDNÄ ins Saarland, das als Informatikland ideal für dieses Thema unserer 130. Versammlung geeignet ist.

Das Internet und die erste Welle der Digitalisierung hatten den Zugang zu wissenschaftlichen Ergebnissen revolutioniert. Inzwischen hat die Informatik für alle Wissenschaften Methoden entwickelt, um digitale Massendaten automatisch auszuwerten. Die damit ausgelöste zweite Welle der Digitalisierung ändert aber auch die Arbeitsweise von Wissenschaftlern grundlegend und birgt damit enorme Potenziale für Durchbrüche in Naturwissenschaft, Medizin und Technik.

Massendaten werden durch Algorithmen des maschinellen Lernens automatisch klassifiziert, Experimente werden durch Roboter ausgeführt, durch Künstliche Intelligenz werden neue Zusammenhänge entdeckt und Hypothesen überprüft. Im Zentrum stehen aber weiterhin die WissenschaftlerInnen, die mit ihrer Neugier und Leidenschaft bestehende Grenzen in und zwischen Disziplinen überwinden, um völlig neuartige Erkenntnisse zu gewinnen – immer öfters unterstützt von digitalen Assistenten.

Das Saarland weist neben dem weltweit renommierten Fachbereich Informatik seiner Universität die höchste Dichte von An-Instituten auf dem Gebiet der Informatik auf: Neben dem von mir geleiteten Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz machen das Helmholtz-Zentrum für Cybersicherheit, das Leibniz-Zentrum für Informatik im Schloss Dagstuhl sowie das Max-Planck-Institut für Informatik und das Max-Planck-Institut für Softwaresysteme den Saarland Informatics Campus mit seinem gemeinsamen Exzellenzcluster zu einem erstrangigen Standort der Digitalisierung.

Neben dem Nobel-Vortrag und der Leopoldina Lecture bietet das Programm 15 eingeladene Vorträge von Spitzenforschern aus Medizin, Biologie, Physik, Chemie und Technik, die durch sechs fußläufig erreichbare Labortouren mit Praxiseinblicken über die Mittagszeit ergänzt werden.

Die Altstadt von Saarbrücken strahlt französischen Charme aus und ist schon wegen ihrer ausgezeichneten Küche bis hin zum Drei-Sterne-Restaurant eine Reise wert. Die GDNÄ Teilnehmer werden mit einem einzigartigen Konzertabend in der spätbarocken Ludwigskirche, einem Empfang der Oberbürgermeisterin im Rittersaal des Rathauses sowie einer Darbietung des Saarländischen Staatsballets nach dem Nobel-Vortrag im Staatstheater auch kulturell verwöhnt werden.

Diese Großveranstaltung wurde nur durch großzügige Spenden möglich, für die wir uns bei allen Förderern ausdrücklich bedanken! Die Bedeutung unserer 130. Versammlung wird durch die Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und die Eröffnung durch den Ministerpräsidenten des Saarlandes unterstrichen.

Nehmen Sie an unserem Zukunftsdialog aktiv teil und diskutieren Sie mit renommierten Fachexperten die Chancen und Risiken der Digitalisierungen der Wissenschaften!

Ich freue mich auf Ihre Teilnahme an der 130. Versammlung der GDNÄ in Saarbrücken.

Saarbrücken, Juni 2018

Ihr Wolfgang Wahlster
Präsident der GDNÄ

 

 

Exklusive New Wave Tasse mit GDNÄ-Logo für Sprecher und Unterstützer der 130. Versammlung in Saarbrücken vom 14.9.-17.9.2018

Exklusive New Wave Tasse mit GDNÄ-Logo

Für Sprecher und Unterstützer der 130. Versammlung in Saarbrücken

Als kleine Aufmerksamkeit und Dank für ihren Einsatz werden die Sprecher, ehrenamtlichen Helfer und Spender eine mit dem Logo der GDNÄ verzierte Tasse überreicht bekommen.

Die Tasse aus der Serie NewWave mit der charakteristischen Wellenform aus feinstem Premium Porcelain in reinem Weiß von der Weltmarke Villeroy und Boch (est. 1748) dient als Souvenir aus dem Saarland. Die mit dem „Innovationspreis der deutschen Wirtschaft“ und als „Trendgeschirr des Jahres“ ausgezeichnete Kollektion NewWave besticht durch die asymmetrische Form und geschwungene Linien.

GDNAE Tasse klein

1. Regionaltreffen Rhein/Ruhr im Deutschen Museum Bonn, 08.05.2018

1. Regionaltreffen Rhein/Ruhr im Deutschen Museum Bonn

Zum ersten Mal fand am 8. Mai auf Einladung des Generalsekretärs ein Regionaltreffen der GDNÄ in der Region Rhein-Ruhr zwischen Koblenz und Dortmund statt. Dort wohnen etwa 400 GDNÄ-Mitglieder. 35 Personen nahmen an dem Treffen im Deutschen Museum in Bonn teil, nicht nur Mitglieder, denn das Programm im Umfeld der Lego-Ausstellung hatte auch einige Begleitpersonen und Gäste angelockt. Die meisten Teilnehmer kamen aus der näheren Umgebung, doch auch Dortmund und Wuppertal waren nicht zu weit. Alle Altersgruppen waren vertreten, von jung bis alt.

Das Programm begann um 18.00 Uhr mit einem kurzen Gang durch die beindruckende Lego-Sonderausstellung des Deutschen Museums in Bonn, die Spielzeuge bis zurück in die 1930er Jahre zeigt, natürlich erst Holzspielzeuge, dann solche aus Kunststoff, wie sie jeder kennt. Das Herz jedes Legoliebhabers, ob alt oder jung, wurde dabei angesprochen. Danach stellte der Generalsekretär die GDNÄ und das Programm der Versammlung in Saarbrücken kurz vor und warb um die Teilnahme.

An die Lego-Ausstellung angelehnt, stand das Thema Kunststoffe im Mittelpunkt des Abends. In einem Impulsvortag beschrieb der Generalsekretär Marktvolumina und Anwendungen, um dann im Kern das aktuelle Thema "Marine Litter" anzusprechen, was zu einer lebhaften Diskussion führte. Wem ist schon klar, dass er z.B. jeden Tag mit Reifenabrieb und Wäscheabrieb zu den 60.000 t Mikroplastik beiträgt, die wir aus Deutschland jedes Jahr ins Meer entlassen. Dies ist aber gegen die 5 bis 10 Mio. t Kunststoffe, die jährlich, insbesondere in Asien, ins Meer gespült werden, eher das kleinere Problem.

In den anschließenden Gesprächen bei einem kleinen Imbiss wurde der Wunsch geäußert, diese Regionaltreffen mindestens jährlich anzubieten. Das Präsidium plant weitere Regionaltreffen im kommenden versammlungsfreien Jahr und sucht Regionalbotschafter der GDNÄ, die diese Treffen mit vorbereiten.

Bonn, 08.05.2018

2. Regionaltreffen Saarland/Westpfalz im DFKI Saarbrücken, 21.02.18

2. Regionaltreffen Saarland/Westpfalz im DFKI Saarbrücken

Auf Einladung des GDNÄ-Präsidenten Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Wahlster wurde am 21. Februar das zweite Regionaltreffen für den Raum Saarland und Westpfalz durchgeführt. 15 engagierte GDNÄ-Mitglieder trafen sich am späten Nachmittag am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Prof. Wahlster hielt einen Vortrag zum Thema "Maschinelles Lernen - Anwendungserfolge und offene Probleme", der intensiv besonders bezüglich der Implikationen für Anwendungen im Bereich der medizinischen Assistenzsysteme und für das autonome Fahren diskutiert wurde.

Im Mittelpunkt standen viele Anregungen von den anwesenden Lehrern, wie bei den Schülern mehr Interesse an einer GDNÄ-Mitgliedschaft geweckt werden könnte. Viele konkrete Vorschläge für eine optimierte Mitgliederkommunikation und weitere Service-Funktionen wurden von den Mitgliedern eingebracht. Insgesamt waren alle Teilnehmer überzeugt, dass solche Regionaltreffen geeignet sind, die Mitgliedschaft in der GDNÄ attraktiver zu gestalten.

Tagesordnung

17.00 bis 19.30 Uhr

  1. Begrüßung und Vorstellung der Teilnehmer (15 Minuten)
  2. Vorschau: Das wissenschaftliche Programm sowie die Labortouren der 130. Versammlung in Saarbrücken (15 Minuten)
  3. Vorschau: Das Kultur- und Rahmenprogramm zur 130. Ver­samm­lung (5 Minuten)
  4. Wissenschaftlicher Kurzvortrag: Maschinelles Lernen – Anwen­dungs­erfolge und offene Probleme (30 Minuten, Prof. Wahlster)
  5. Diskussion über Ideen für die weitere Ausgestaltung der 130. Versammlung und das Engagement der regionalen Mitglieder und weiterer Sponsoren (20 Minuten)
  6. Diskussion über Maßnahmen zur Steigerung der Teilnehmer­zahlen aus unserer Region (20 Minuten)

Die Teilnehmer des Regionaltreffens Saarland/Westpfalz im Februar 2018.

Lorenz-Oken-Medaille geht an Prof. Harald Lesch

Lorenz-Oken-Medaille geht an Prof. Harald Lesch

Die Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte hat dem Astrophysiker, Naturphilosophen, Wissenschaftsjournalisten, Fernsehmoderator und Hochschullehrer Professor Dr. Harald Lesch die Lorenz Oken Medaille 2017 verliehen. Die Auszeichnung erfolgte im Rahmen der Tagung „10. Forum Wissenschaftskommunikation“ (27.-29. November) in Braunschweig. Mit der Lorenz Oken Medaille ehrt die GDNÄ Menschen, die sich um den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft besonders verdient gemacht haben. „Harald Lesch versteht es vorzüglich, in kurzen Vorträgen und Zwiegesprächen komplexe wissenschaftliche Sachverhalte dem Zuschauer nahe zu bringen“, sagte Prof. Dr. Michael Dröscher, Generalsekretär der GDNÄ bei der Festveranstaltung.

Lesch ist breiteren Kreisen bekannt durch seine Medienpräsenz im Fernsehen. So moderiert er beispielsweise die ZDF-Reihe „Leschs Kosmos", ist Autor und Mitbetreiber des Youtube-Kanals „Urknall, Weltall und das Leben" und hat Aufsehen erregt durch sein populärwissenschaftliches Buch „Die Menschheit schafft sich ab“, in dem Lesch eine ökologische Bestandsaufnahme der Erde wagt. „Harald Lesch lässt das Licht der Aufklärung hell leuchten“, stellte der Laudator für die diesjährige Verleihung der Oken Medaille, der Pressesprecher der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig, Dr. Dr. Jens Simon, in seiner Ansprache fest u‎nd erfand Lesch zu Ehren ein ganz eigenes, physikalisches Elementarteilchen: das Haraldon. "Die Haraldons sind die Austauschteilchen zwischen Harald Lesch und seinem Publikum. Die Menge der Haraldons ist ein Gradmesser für den überspringenden intellektuellen Funken."

In seiner mitreißenden und emotionalen Festrede, in der er die ganze Bühne mit schauspielerischer Dramaturgie, Wortgewandtheit und viel Humor zu nutzen wusste, ließ Lesch den Funken in hohem Bogen auf die Zuhörer überspringen. „Triumph und Tragödie“ war der Titel seines Vortrags. Lesch beschrieb darin, wie die Menschheit es mit Hilfe der Naturwissenschaften geschafft hat, sich ihre Umwelt, den Planeten, ja sogar das ganze Universum zunehmend verständlich zu machen. „Wir haben dabei einen Kenntnisstand von so hoher Komplexität erreicht, dass er für manche Menschen schon wieder unheimlich geworden ist“, so Lesch. Das bedrohe heute nicht nur die Wissenschaft, sondern die menschlichen Lebensgrundlagen selbst.

Die Gründe für diese Entwicklung liegen für Lesch auf der Hand: Ein Bildungssystem, das nicht mehr für alle da ist, und die Beschränkung der Wissenschaft auf den naheliegenden, ökonomischen Nutzen: „Als Jugendlicher hat mich nicht interessiert, welche Anwendungen die Raumfahrt möglich macht“, so Lesch: „Ich wollte schlicht und ergreifend das Universum verstehen – und das hat mich enorm angespornt. Wir brauchen wieder mehr Menschen, die sich der Wissenschaft aus Freude an der Erkenntnis widmen. Das versuche ich in meinen Sendungen und Beiträgen rüberzubringen.“ „Diesen Anspruch erfüllt Harald Lesch in besonderer Weise“, hob GDNÄ-Generalsekretär Dröscher bei der Überreichung der Medaille hervor: „Und das ist eine Leistung, die in der schnell getakteten Medienwelt gar nicht hoch genug geschätzt werden kann. Harald Lesch ist deshalb ein besonders würdiger Träger der Lorenz Oken Medaille.“

Prof. Dr. Michael Dröscher überreicht Urkunde und Medaille.