XLAB Göttingen mit neuem Kommunikationszentrum
Das Göttinger Experimentallabor für junge Leute hat Mitte April 2026 ein neues Begegnungszentrum mit integriertem Wohntrakt für Nachwuchsforscher eröffnet.
Der neue Gebäudekomplex erweitert das bestehende XLAB-Experimentallabor auf dem Campus der Universität Göttingen und erleichtert die Durchführung von mehrtägigen Kursen, Science Camps und anderen Bildungsformaten. Iniatorin des Projekts ist die Gründerin und Vorsitzende der XLAB-Stiftung, Professorin Eva-Maria Neher. Die Biochemikerin ist der GDNÄ seit vielen Jahren eng verbunden, unter anderem als deren Präsidentin in den Jahren 2015-2016.

© Stefan Rampfel
Vor dem neuen XLAB-Begegnungszentrum (von links): Der niedersächsische Wissenschaftsminister Falko Mohrs, Göttingens Oberbürgermeisterin Petra Broistedt, XLAB-Gründerin Eva-Maria Neher und Universitätspräsident Axel Schölmerich.
„Mit dem Begegnungszentrum wird ein lange verfolgter Wunsch Wirklichkeit“, sagte Neher bei der Eröffnung am 15. April 2026, zu der Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs, die Göttinger Oberbürgermeisterin Petra Broistedt und Axel Schölmerich, der Interims-Präsident der Universität Göttingen gekommen waren. Schölmerich dankte insbesondere Eva-Maria Neher für ihr langjähriges Engagement und die große Energie, die sie kontinuierlich in das XLAB und das neue Gästehaus einbringe.
Jährlich besuchen bis zwölftausend Schülerinnen und Schüler das XLAB. Bei mehrtägigen Veranstaltungen waren viele von ihnen auf Hotels oder Jugendherbergen angewiesen, was den Austausch untereinander erschwerte. Bessere Voraussetzungen schafft das neue Begegnungszentrum. In zwei markanten Türmen bietet es nicht nur XLAB-Gästen Platz, sondern auch Gastprofessoren, Promovierenden und Lehrkräften. Eva-Maria Neher: „Hier können junge Menschen Wissenschaft nicht nur im Labor erfahren, sondern auch im Dialog miteinander und mit den Forschenden.“
Die Anfänge des Projekts reichen bis ins Jahr 2006 zurück. Anfangs rechnete man mit Baukosten von 4,4 Millionen Euro, daraus wurden am Ende 8,1 Millionen Euro. Davon trugen der Bund und das Land Niedersachsen rund sechs Millionen Euro, den restlichen Anteil übernahm die XLAB-Stiftung.
Das XLAB zählt zu den größten Schülerlaboren Deutschlands im MINT-Bereich. In den Fächern Physik, Chemie, Biologie, Mathematik und Informatik bietet es praxisnahe Experimentalkurse für Schulklassen, vertiefende Programme für besonders interessierte Jugendliche und Fortbildungen für Lehrkräfte an. Seit vielen Jahren fördert das XLAB erfolgreich den Dialog zwischen Schule und Wissenschaft.

© Stefan Rampfel
Der Neubau bietet Nachwuchsforschern eine Bleibe auf dem Göttinger Unicampus. Er soll auch zum Austausch untereinander und mit Wissenschaftlern und Lehrkräften anregen
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