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Videoüberblick zur 130. Versammlung in Saarbrücken steht bereit

Videoüberblick zur 130. Versammlung in Saarbrücken steht bereit

Ab sofort kann eine Zusammenfassung unserer sehr erfolgreichen 130. Versammlung in Saarbrücken als Videostream abgerufen werden. Das Video zeigt einen Überblick zu allen Plenarsitzungen, öffentlichen Abendvorträgen und Kulturveranstaltungen. Durch Interviews der Gruppenvorsitzenden und der örtlichen Geschäftsführer werden wichtige Gesichtspunkte und Ergebnisse der Versammlung festgehalten.

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Nobelpreisträger von Klitzing erklärt das neue Kilo

Nobelpreisträger von Klitzing erklärt das neue Kilo

Im Rahmen des traditionellen Nobel-Vortrags hat der Physiker und Nobelpreisträger Klaus von Klitzing im voll gefüllten Saarländischen Staatstheater in Saarbrücken das Publikum der 130. Versammlung der GDNÄ begeistert. Mit Humor und Esprit beschrieb von Klitzing die Geschichte seiner wissenschaftlichen Arbeit und erklärte auf auch für Nicht-Physiker verständliche Weise die Grundlagen für die Revolution, die seine Forschung bei der Neudefinition des Kilogramms spielt.

Der Titel seines Vortrags lautete: Vom Nobelpreis zu einer neuen Definition des Kilogramms - Eine Idee von Max Planck wird Wirklichkeit.

Klaus v. Klitzing erhielt den Nobelpreis für Physik 1985 für die Entdeckung des Quanten-Hall-Effektes. Von Beginn an war klar, dass hier ein neuer elektrischer Widerstand entdeckt wurde, dessen Wert nur von Naturkonstanten abhängt und heute durch die von-Klitzing-Konstante charakterisiert ist. 33 Jahre später, am 16. November 2018, wurde diese Konstante Teil eines neuen, auf Naturkonstanten beruhenden globalen Maßsystems. An diesem Tag stimmten die Delegierten der Generalkonferenz für Maß und Gewicht in Versailles über ein neues Einheitensystem ab, wobei auch das Kilogramm durch eine Naturkonstante ersetzt wurde. Das Ergebnis dieser Sitzung wurde von manchen als größte Revolution seit der Französischen Revolution bezeichnet. Im Jahr 1799 wurde nämlich mit der Herstellung eines Ur-Meters und Ur-Kilogramms die Grundlage für ein weltumfassendes Einheitensystem geschaffen, welches der Vorgabe ‚A tous les temps, à tous les peuples‘ am ehesten entsprach. Diese Einheiten sind jedoch heutzutage nicht mehr stabil genug.

Nobelpreisträger von Klitzing begeistert mit seiner engagierten Rede.

Schon im Jahr 1900 hat Max Planck einen Vorschlag gemacht, Naturkonstanten für zeitlich und örtlich stabile Maßeinheiten zu verwenden, aber erst experimentelle Durchbrüche in der Quantenphysik machen es möglich, diese Vision zu realisieren. Die Entdeckung des Quanten-Hall-Effektes hat die erwartete Einführung eines neuen internationalen Einheitensystems wesentlich beeinflusst.

Der Nobel-Vortrag wurde durch eine Aufführung des Saarländischen Staatsballetts abgerundet. Das Werk 27'52'' des mittlerweile 71-jährigen tschechischen Choreografen Jiri Kylian machte den Abend dank der außergewöhnlichen tänzerischen Leistung des Ensembles auch zu einem besonderen sinnlichen Erlebnis.

Präsident Wolfgang Wahlster überreicht dem Tanzensemble des Saarländischen Staatstheaters Blumen zum Dank.

Der sich füllende Saal des Saarländischen Staatstheaters.

GDNÄ ehrt Prof. Dr. Sigrid Doris Peyerimhoff

GDNÄ ehrt Prof. Dr. Sigrid Doris Peyerimhoff

Die Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ) ehrt die theoretische Chemikerin Prof. Dr. Sigrid Doris Peyerimhoff: Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung der 130. Versammlung der GDNÄ hat die international renommierte Wissenschaftlerin die Alexander-von-Humboldt-Medaille erhalten. Sigrid Peyerimhoff wird damit für ihre besonderen Verdienste um die GDNÄ ausgezeichnet. Die Ehrung steht zu Beginn der 130. Versammlung der GDNÄ in Saarbrücken, die vom 14. bis zum 17. September stattfindet.

Frau Prof. Peyerimhoff hat in ihrer Zeit als aktive Wissenschaftlerin den Bereich der ‚Computational Chemistry’ in Deutschland maßgeblich vorangetrieben. Die unter anderem mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis und der Cothenius-Medaille der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina geehrte Wissenschaftlerin hat sich über Jahrzehnte hinweg sowohl wissenschaftlich als auch organisatorisch um die GDNÄ verdient gemacht.

Präsident Wahlster ehrt Prof. Dr. Sigrid Doris Peyerimhoff auf der 130. Versammlung in Saarbrücken.

„Frau Peyerimhoff ist bereits seit 32 Jahren treues Mitglied der GDNÄ. Sie hat nicht nur als Mitglied im Wissenschaftlichen Ausschuss und im Vorstandsrat von 1987 bis 1996, sondern auch durch ihre mit viel Expertise durchgeführten Kassenprüfungen von 1997 bis 2014 wesentlich zur Entwicklung unserer Gesellschaft beigetragen. Sie hat immer die interdisziplinäre Ausrichtung unserer Gesellschaft sehr gefördert“, erklärte der Präsident der GDNÄ, Prof. Dr. Wolfgang Wahlster, am heutigen Nachmittag im Auditorium Maximum der Universität des Saarlandes in seiner Laudatio.

Die Alexander-von-Humboldt-Medaille wird alle zwei Jahre anlässlich der GDNÄ-Versammlungen verliehen. Die nächste Verleihung findet im Jahr 2020 auf der 131. Versammlung in Würzburg statt.

Alexander-von-Humboldt-Medaille und Urkunde

Präsident der GDNÄ in Datenethikkommission der Bundesregierung berufen

Präsident der GDNÄ in Datenethikkommission der Bundesregierung berufen

Berlin, 5.9.2018, Professor Wolfgang Wahlster, der Chef des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz, wurde in die neue Datenethikommission der Bundesregierung berufen, die am 5.9.2018 mit den beiden zuständigen Bundesministern in Berlin die Auftaktsitzung hatte.

Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz auch in der Forschung werden ethische, rechtliche und gesellschaftliche Fragen im Umgang mit den für Lernalgorithmen erforderlichen Massen an Trainingsdaten immer wichtiger.

Diese Fragestellung wird auch auf der 130. Versammlung der GDNÄ vom 14.-17. September in Saarbrücken aus verschiedenen Blickwinkeln in den Plenarvorträgen beleuchtet.

DEK klein

erste Reihe v.l.n.r.: Prof. Wahlster (DFKI), Bundesinnenminister Seehofer, Prof. Woopen (CERES), Bundesjustizministerin Dr. Barley, Prof. Schwartmann (U. Köln), Bundesdatenschutzbeauftrage Voßhoff

Landesmedaille für die Vizepräsidentin der GDNÄ Eva-Maria Neher aus Göttingen

Landesmedaille für die Vizepräsidentin der GDNÄ Eva-Maria Neher aus Göttingen

29.08.18, Hannover/Göttingen.

Eine besondere Auszeichnung erhielt Prof. Dr. Eva-Maria Neher (67) aus Göttingen, die derzeit erste Vizepräsidentin der GDNÄ ist.

Ministerpräsident Stephan Weil überreichte ihr in Hannover die Landesmedaille von Niedersachsen.

Neher wurde für ihr über 20-jähriges Engagement bei der Vermittlung von Wissenschaft an junge Menschen durch eigenständiges Experimentieren ausgezeichnet.

Dazu hat sie das XLAB ins Leben gerufen, das Göttinger Experimentallabor für Junge Leute. Im XLAB experimentieren die Kursteilnehmer eigenständig, begleitende Lehrkräfte sind beobachtende Gäste. "Es gelingt Prof. Neher und ihren Assistenten mit dem Labor besonders gut, junge Menschen für Naturwissenschaften zu begeistern", heißt es in der Begründung zu der hohen Auszeichnung.

Nach einem ungeschriebenen Gesetz werden regelmäßig nicht mehr als 30 lebende Persönlichkeiten mit der Landesmedaille von Niedersachsen ausgezeichnet. Zurzeit gibt es nach Angaben der Landesregierung insgesamt 23 Geehrte.

Ministerpräsident Stephan Weil mit Professorin Eva-Maria Neher.