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Tag 1 der Festversammlung in Leipzig: Donnerstag, 8. September 2022

Tag 1: Donnerstag, 8. September 2022

Schülerprogramm: Die Wissenschaft ist gefordert

Vorbereitungstreffen seit dem Frühsommer, intensive Diskussionen und schließlich die Einigung auf drei Kernthemen: Am Nachmittag des ersten Versammlungstages präsentierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Schülerprogramms ihre Fragen an die Wissenschaft und fordert damit drei renommierte Wissenschaftler auf dem Podium heraus: die Biologin und Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung, Professorin Antje Boetius, der Strukturbiologe und designierte Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, Patrick Cramer, und der Bauingenieur, Wissenschaftsmanager und acatech-Präsident Jan Wörner.

Tag 1 der Festversammlung in Leipzig: Donnerstag, 8. September 2022

© GDNÄ

Schülerpräsentation bei der Festversammlung mit Fragen das Wissenschaftlerteam (im Bild rechts: Antje Boetius, Patrick Cramer und Jan Wörner).

Den Aufschlag machten Zoe Klee und Julius May als Repräsentanten des Teams Biologie. Sie wollten wissen, ob Algen so eingesetzt werden können, dass sie das atmosphärische und im Meerwasser gelöste CO2 und andere Treibhausgase wie Methan abbauen können – und mit welchen Methoden sich die Algen möglicherweise für diese Aufgabe optimieren lassen. Dazu werde viel geforscht, sagte Antje Boetius, etwa in München-Martinsried. Allerdings sei das Enzym, das man dazu braucht, nicht einfach einzusetzen. „Die Chancen, dass wir Pflanzen dazu kriegen, mehr von unserem CO2 aufzunehmen, sind nicht sehr groß. Viel besser wäre es, wenn wir weniger emittieren würden.“ Auch Patrick Cramer wollte keine Hoffnungen auf schnelle Lösungen schüren: „So einfach ist das nicht mit den Algen und ihrer Optimierung.“ Schließlich sei die Biomasse die große Unbekannte im Klimasystem: „Wie viel Kohlenstoff wird gebunden und wo? Noch können wir das in unseren Modellen nicht vorhersagen.“

Museumsinsel Ansicht Herbst © Deutsches Museum

© GDNÄ

Konzert des Albero Quartet beim abendlichen Buffet am ersten Versammlungstag.

Die Frage des Medizin-Teams – Yara Mshinsh und Elias Pantzier – lautete: „Was halten Sie für notwendig, um Individualmedizin für jeden Menschen zeitnah realisieren zu können?“ Noch gebe es keine wirklich individualisierte Medizin, sagte Patrick Cramer: „Bislang werden Patienten in Behandlungsgruppen eingeteilt, etwa beim Wirkstoff Herceptin, der nur bestimmten Brustkrebs-Patientinnen nützt.“ Die Schülerin und der Schüler hakten nach: „Was können Max-Planck-Institute denn beitragen, um die Individualmedizin voranzubringen?“ „Wir machen Grundlagenforschung“ antwortete Patrick Cramer, „aber wenn wir eine Technologie mit Nutzen für die Menschheit haben, dann entwickeln wir das gern weiter, etwa im Rahmen von Max-Planck-Innovation, einer Plattform für Ausgründungen aus der Forschung.“ Ein Erfolgsbeispiel sei ein Kinase-Inhibitor für die Krebstherapie. Cramer: „Wir bewegen uns rasant voran und entdecken immer wieder neue Prinzipien, die manchmal erst Jahrzehnte später den Patienten zugutekommen.“

Museumsinsel Ansicht Herbst © Deutsches Museum

© GDNÄ

Astrophysiker Günther Hasinger erläutert seine Theorie zur Entstehung der Dunklen Materie.

Kämpferisch traten Patricia Städtler und Janis Hofmann vom Team Stadtentwicklung auf: Für die perfekte Stadt von morgen forderten sie preislich optimierten Wohnraum, reibungslosen und emissionsfreien Verkehr sowie eine „absolute Kreislaufwirtschaft“, die knappe Ressourcen wie Sand und Beton recycelt. „Ich warne davor, die perfekte Stadt zu suchen“, sagte Jan Wörner, und erinnerte an die vielen urbanen Visionen, die nie verwirklicht wurden. Statt einem Wolkenkuckucksheim nachzujagen, riet der Ingenieur, die bestmögliche Stadt zu ermöglichen – „das sollte unser Ziel sein“. Die Stadt der Zukunft müsse flexibel sein, kostengünstig und last, but not least auch sicher. „Die Wahrscheinlichkeit, dass hier im Kongresssaal die Decke runterfällt, ist nicht gleich Null“, sagte Wörner und erntete Heiterkeit. Holz sei nicht die Universallösung für klimafreundliches Bauen, betonte er, und Beton sei keineswegs tot. „Aber es muss nicht immer Zement sein, wir werden künftig auch Strukturen aus Algen bauen können.“ Es sei wichtig, viele Technologien im Auge zu behalten – „wir müssen offenbleiben.“

Zum Abschluss der angeregten Diskussion, unterhaltsam von GDNÄ-Präsident Professor Martin Lohse moderiert, warb Patrick Cramer um die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Schülerprogramms: „In der Wissenschaft brauchen wir junge Leute wie Sie.“ – Am Freitag, 9. September, wird die Forschung wieder herausgefordert: durch Fragen in der Sitzung Biologie, moderiert vom nächsten GDNÄ-Präsidenten, Professor Heribert Hofer.

 

 

Matthias Röschner © Deutsches Museum

© GDNÄ

Das Albero Quartet aus Leipzig.

Grußworte

Mit Blick auf den aktuellen Fachkräftemangel ermunterte Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger die jungen Leute auf der Tagung: „Bringen Sie sich ein – Deutschland braucht Sie.“ Dr. Matthias Rößler, Präsident des sächsischen Landtags, griff diesen Gedanken auf und dankte der GDNÄ für ihren Einsatz für den Nachwuchs.  Er erinnerte daran, dass die Naturforschergesellschaft im Laufe ihrer Geschichte immer wieder nach Sachsen zurückkehrte. Professor Thomas Fabian, Leipziger Bürgermeister, wies auf die außergewöhnlich dynamische Entwicklung seiner Stadt hin – mit einem Bevölkerungszuwachs um hunderttausend Menschen in nur zehn Jahren: „Unsere hohe Lebensqualität hat sich herumgesprochen, vor allem unter jungen Leuten.“

Matthias Röschner © Deutsches Museum

© GDNÄ

Ehrungen

Die Alexander-von-Humboldt-Medaille für seine besonderen Verdienste für die GDNÄ erhielt der ehemalige Präsident der Gesellschaft (1995-1996), Physik-Professor Joachim Treusch. Er gehöre zu den „Weitblickern“, der seit jeher die Kommunikation mit der Gesellschaft gefördert habe, sagte Professorin Eva-Maria Neher in ihrer Laudatio. „Joachim Treusch ist ein großer Reformator der deutschen Wissenschaft, sein Rat und seine Weisheit sind nachgefragt wie eh und je.“ In seiner kurzen Dankrede erinnerte Treusch an eine erstaunlich korrekte Prognose zum Klimawandel der Deutschen Physikalischen Gesellschaft von 1985, die nicht zu den nötigen Konsequenzen führte: „Meine Hoffnung ist, dass die Jugend aus unseren Fehlern lernt.“

Die Lorenz-Oken-Medaille 2022 geht an Dr. Mai Thi Nguyen-Kim. Die Chemikerin und Journalistin war in Leipzig per Video zugeschaltet; überreicht wird ihr die Auszeichnung für ihre öffentliche Wissenschaftsvermittlung Anfang Oktober in Hannover beim Forum Wissenschaftskommunikation. Mai Thi griff das Motto des Schülerprogramms „Wir haben nur eine Welt“ auf und ermunterte die jungen Leute im Saal, für ein lebenswertes Morgen zu kämpfen: „Ihr seid die Zukunft unserer Spezies und das stimmt mich hoffnungsvoll.“

Matthias Röschner © Deutsches Museum

© GDNÄ

Beim abendlichen Science Slam stellten junge Leute ihre Forschungsergebnisse in Kurzform vor.

Versammlungshashtag: #gdnä200

Weitere Informationen:

Medienresonanz Die 200-Jahr-Feier macht Schlagzeilen

Medienresonanz

Die 200-Jahr-Feier macht Schlagzeilen

Ob in Rundfunk oder Zeitung, auf Websites oder Instagram: Die Jubiläumsversammlung der GDNÄ weckt das Interesse von Journalisten in der Region Leipzig und weit darüber hinaus. Auf dieser Seite informieren wir Sie über aktuelle Beiträge und liefern Hintergrundinformationen.

Im Herbst 2023

Jahrbuch 2022 der Leopoldina

In einem 35-seitigen Beitrag berichtet Dr. Michael Kaasch, wissenschaftlicher Redakteur der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, ausführlich über die 200-Jahr-Feier der GDNÄ und den Leopoldina-Vortrag von Markus Gross „Informatik für die Bilder aus Hollywood“. Der Aufsatz enthält viele Detailinformationen zur gemeinsamen Geschichte der GDNÄ und der Leopoldina. Prägnante Zitate und umfangreiche Quellenangaben runden den sorgfältig ausgearbeiteten Beitrag ab. 

>> Sonderdruck „Die Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte und die Leopoldina“ (PDF, 1,24 MB)
>> Jahrbuch 2022 der Leopoldina

Im März 2023

„Leipziger Blätter“

Die Kulturzeitschrift „Leipziger Blätter“ berichtet in einem dreiseitigen Beitrag („Zurück zu den Wurzeln“) über die Festversammlung 2022, die Geschichte der Naturforschergesellschaft und ihre Zukunftspläne. Dabei geht es immer wieder um die besonderen Beziehungen der GDNÄ zu ihrer Gründungsstadt. Die „Leipziger Blätter“ erscheinen im Passage-Verlag, der auch die Festschrift „Wenn der Funke überspringt“ veröffentlicht hat.

>> Beitrag „Zurück zu den Wurzeln“ (PDF, 249 KB)
>> Aktuelle Ausgabe der zweimal jährlich erscheinenden Kulturzeitschrift „Leipziger Blätter“

Im November 2022

„Naturwissenschaftliche Rundschau“

In zwei ausführlichen Beiträgen berichtet die Organzeitschrift der GDNÄ, die Naturwissenschaftliche Rundschau, über die Jubiläumstagung in Leipzig. Dr. Klaus Rehfeld, Redakteur und Herausgeber der Zeitschrift bis 2021, schildert seine Eindrücke von der glanzvollen Eröffnung mit Festvorträgen und Diskussionsrunden. Professor Michael Dröscher, Schatzmeister und Generalsekretär der GDNÄ, lässt die viertägige Versammlung mit allen Namen, Vorträgen und Facetten noch einmal Revue passieren.

>> Professor Michael Dröscher: Ein glanzvolles Fest der Wissenschaften (PDF, 1,79 MB)
>> Dr. Klaus Rehfeld: Wissenschaft im Bild (PDF, 3,73 MB)

Im Oktober 2022

Kulturblog „Leipzig-Lese“

Vor dem Hintergrund einer Podiumsdiskussion über die Geschichte der GDNÄ geht es in diesem Interview um die Obsession Schellings und Hegels mit Fragen der Chemie. Darüber tauschen sich der sächsische Wissenschaftsjournalist Dr. Konrad Lindner und der Wissenschaftshistoriker und GDNÄ-Vertreter Professor Dietrich von Engelhardt aus.

Im September 2022

Physik-Portal „pro-physik.de“

Das führende deutschsprachige Fachportal für alle Gebiete der Physik berichtet ausführlich über die Jubiläumsfeier und die Geschichte der GDNÄ.

>> GDNÄ: Offener Austausch für die Wissenschaft

Website von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften:

Seit 1822 bringt die Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ) Wissenschaftler, Wissenschaftlerinnen und an der Wissenschaft Interessierte zum fächerübergreifenden Austausch zusammen. Auf der Festversammlung zum 200-jährigen Bestehen der Gesellschaft vom 8. bis 11. September in Leipzig standen verschiedene Zukunftsfragen im Zentrum. Auch acatech Expertinnen und Experten waren geladen und diskutierten mit den Teilnehmenden über Möglichkeiten der Technikgestaltung, neue Formen der Partizipation oder die digitale Transformation im Gesundheitswesen. (...weiterlesen)

Impressionen vom Vorbereitungstreffen des Schülerprogramms im Juni 2022 in Leipzig.

© acatech

Armin Grunwald, Karena Kalmbach und MDW (v.l.n.r.) beim acatech Science & Technology Café „In welcher Welt wollen wir leben?“

Wissenschaftsblog des Wiener „Standard“

In einem anschaulich illustrierten und mit vielen interessanten Details gespickten Blogbeitrag „Forschung im Dialog: Zwei Jahrhunderte der Tagungen“ beleuchtet Thomas Hofmann Höhepunkte der GDNÄ-Tagungen in Österreich. Österreich war ein oft besuchter Tagungsort, hier liegt Wien an erster Stelle (1832, 1856, 1894, 1913, 1966), gefolgt von Innsbruck (1869, 1924, 1978), Graz (1843, 1875) und Salzburg (1881, 1909). Über die große Wiener Tagung im Jahr 1913 schreibt Thomas Hofmann zum Beispiel:

„Der vierte Kongress in Wien lockte im September 1913 mehr als 5.000 Kongressteilnehmer und Kongressteilnehmerin die Hauptstadt. Die Stadt stand ganz im Zeichen der Wissenschaften. ‚Man begegnet ihnen, jetzt allenthalben in der Stadt, den deutschen Naturforschern und Aerzten, und man freut sich, ihnen zu begegnen‘, schrieb der Feuilletonist Paul Zifferer in der Neuen Freien Presse.“

Thomas Hofmann ist Leiter der Bibliothek, des Verlags und des Archivs der österreichischen  Geologischen Bundesanstalt.

Impressionen vom Vorbereitungstreffen des Schülerprogramms im Juni 2022 in Leipzig.

© Wissenschaftsblog des Wiener „Standard“

Screenshot "Forschung im Dialo. Zwei Jahrhunderte der Tagungen"

Bericht über das Schülerprogramm im MDR

In seiner Nachrichtensendung „Sachsenspiegel“ strahlt der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) am 8. September ab 19:00 Uhr einen Beitrag über das GDNÄ-Schülerprogramm aus. Gezeigt wird, wie sich Schülerinnen und Schüler im Leipziger Goethe-Gymnasium auf ihren Auftritt bei der Eröffnung der 200-Jahr-Feier vorbereiten. Das Kamerateam begleitet sie auch zu ihrer Präsentation mit dem Titel "Wir haben nur eine Welt" in der Kongresshalle am Zoo Leipzig. Der Beitrag ist eine Woche lang in der Mediathek und auf Anfrage auch später noch verfügbar.

© MDR

In seiner Nachrichtensendung „Sachsenspiegel“ strahlte der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) am 8. September einen Beitrag über das GDNÄ-Schülerprogramm aus.

Impressionen vom Vorbereitungstreffen des Schülerprogramms im Juni 2022 in Leipzig.

© GDNÄ

6. September 2022: Schülerinnen und Schüler am Tag vor der Präsentation „Wir haben nur eine Welt“ in der Kongresshalle am Zoo Leipzig

Bilder und Berichte auf Instagram

Der GDNÄ-eigene Instagram-Kanal @gdnae.society liefert aktuelle Impressionen vom Tagungsgeschehen in Leipzig. Die Beiträge kommen von einem jungen Team von der Stuttgarter Hochschule der Medien: Gloria Gamarnik, Lena Dagenbach und Maren Krämer, drei Studentinnen aus dem Studiengang Crossmedia-Redaktion/Public Relations. Geleitet wird das Projekt von Dr. Alexander Mäder, Wissenschaftsjournalist und Professor an der Medienhochschule. Schwerpunkt der Berichterstattung ist das Schülerprogramm der GDNÄ.

Versammlungshashtag: #gdnae200

Im August 2022

Kulturblog „Leipzig-Lese“ über Lorenz Oken und die Gründung der GDNÄ

In einem ausführlichen Beitrag beschäftigt sich der sächsische Wissenschaftsjournalist Dr. Konrad Lindner mit der Gründungsgeschichte der GDNÄ und ihrer weiteren Entwicklung. Der im Portal Leipzig-Lese erschienene Text führt über die Beiträge von Schelling, Oken, Oerstedt und Carus bis zu Einstein und Heisenberg und zu den heutigen Leipziger Philosophen, die sich zur idealistisch-romantischen Naturphilosophie und zum Deutschen Idealismus geäußert haben.

Impressionen vom Vorbereitungstreffen des Schülerprogramms im Juni 2022 in Leipzig.

© Leipzig-Lese

Screenshot "Lorenz Oken rief Naturforscher und Ärzte für 1822 nach Leipzig"

Impressionen vom Vorbereitungstreffen des Schülerprogramms im Juni 2022 in Leipzig.

© GDNÄ

Litfasssäule in Leipzig: Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, an der GDNÄ-Versammlung teilzunehmen.

Im September 2022

Beitrag in der Leipziger Volkszeitung

© Leipziger Volkszeitung

Livestream-Festversammlung in Leipzig in Echtzeit miterleben

Livestream

Die Festversammlung in Echtzeit miterleben

Der Nobel-Vortrag handelt von einer galaktischen Entdeckungsreise, der Leopoldina-Vortrag zeigt, wie viel Informatik heute in Kinofilmen steckt und die glanzvolle Eröffnungsfeier lockt mit spannenden Diskussionen, Musik und Einblicken in aktuelle Forschung. Wer bei der Jubiläumstagung der GDNÄ anwesend ist, erlebt ein großartiges Fest der Wissenschaft mit vielen Höhepunkten.

Aber auch diejenigen, die nicht vor Ort sein können, sind – und das ist ein Novum bei GDNÄ-Versammlungen – zur Teilnahme in Echtzeit eingeladen. Alle Vorträge im Großen Saal der Kongresshalle am Zoo Leipzig werden per Livestream übertragen, ebenso die gesamte Festversammlung am Donnerstag, 8. September 2022 (14:00-18:00), und die öffentlichen Vorträge von Physik-Nobelpreisträger Professor Reinhard Genzel (Freitag, 9. September, 18:30-20:00) und dem Informatik-Professor Markus Gross von der ETH Zürich „Informatik für die Bilder aus Hollywood“ (Samstag, 10. September, 18:30-20:00).

Die Livestream-Nutzung ist kostenfrei; besondere technische Voraussetzungen sind nicht erforderlich. Ein digitales Endgerät und eine gute Internetverbindung genügen, um live dabei zu sein:

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Weitere Informationen

Dauerhaft nutzbar sind hingegen die Videoaufnahmen von Vorträgen, Interviews und zusammenfassenden Beiträgen, die nach der Versammlung auf dem eigenen GDNÄ-YouTube-Kanal eingestellt und ebenfalls kostenlos zur Verfügung stehen.

 

Festschrift zum GDNÄ-Jubiläum

Festschrift zum GDNÄ-Jubiläum

200 bewegte Jahre auf 200 Seiten

Pünktlich zur Jubiläumsversammlung in Leipzig erscheint Anfang September 2022 eine aufwändig gestaltete Festschrift in der Aufmachung eines modernen Sachbuchs. Auf zweihundert Seiten geht es um die wechselvolle Geschichte der GDNÄ, ihr heutiges Aufgabenspektrum und die Perspektiven für die Zukunft.

Das reich illustrierte Buch skizziert den Weg der GDNÄ durch zwei Jahrhunderte. Es macht an wichtigen Stationen halt, blickt weit in die Zukunft und lässt den Forschungsfunken überspringen. Dann zum Beispiel, wenn renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, darunter viele GDNÄ-Mitglieder, inspirierend und verständlich über ihre eigene Forschung und die Entwicklung ihres Fachgebiets berichten. In diesen „Werkstattberichten“ geht es zum Beispiel um eine Expedition in die Tiefsee, um die Fahndung nach der Dunklen Materie, neue Techniken der Energiespeicherung und die Geschichte der modernen Klimaforschung. Spannend zu lesen ist sind auch die Interviews mit einem Pionier der neuen RNA-Medizin und dem Nobelpreisträger, der für die Erfindung der organischen Katalyse ausgezeichnet wurde.

Grußworte aus Politik und Wissenschaft leiten die Festschrift ein. Abgerundet wird das Buch mit einem facettenreichen Ausblick in die Zukunft.

Herausgeber und Mitautor der Festschrift ist Professor Martin Lohse, Präsident der GDNÄ. Gestaltet wurde das Werk von Thomas Liebscher, Diplom-Grafiker, Gründer und Inhaber des Leipziger Passage-Verlag.

Hier einige Probeseiten

Impressionen vom Vorbereitungstreffen des Schülerprogramms im Juni 2022 in Leipzig.

Titelseite der Festschrift zum großen Jubiläum der GDNÄ. © Thomas Liebscher, Passage-Verlag

Weitere Informationen:

Eine Gesellschaft mit Geschichte(n)

Vereint die Wissenschaften voranbringen, in offener Diskussion und freundschaftlicher Atmosphäre – das wollte die Gruppe um Lorenz Oken, als sie 1822 die Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ) in Leipzig gründete. Anfangs als „wissenschaftliche Nomadenhorde“ belächelt, entwickelte sich die Forschergesellschaft schnell zu einem Treffpunkt für die naturwissenschaftlich-medizinische Elite Europas. Ihren Kernanliegen – dem interdisziplinären Austausch, dem Gespräch mit der Gesellschaft und der Nachwuchsförderung – ist die GDNÄ bis heute verpflichtet.

Das Buch enthält Beiträge von Christiane Angermann, Marie-Luise Beck, Lilo Berg, Rainer Blatt, Matthias Bochtler, Angelika Brandt, Dietrich von Engelhardt, Georg Ertl, Jörg Hacker, Günther Hasinger, Heribert Hofer, Robert Huber, Sandra Kumm, Benjamin List, Martin Lohse, Thomas Lohse, Jochem Marotzke, Ansgar Schanbacher, Robert Schlögl, Jörg Vogel, Wolfgang Wahlster, Ernst-Ludwig Winnacker, Ekkehard Winter und vielen anderen.

Lohse, Martin (Hrsg.): Wenn der Funke überspringt, Passage-Verlag Leipzig 2022, ISBN 3954151308, 29 Euro (erscheint Anfang September 2022)

„Wir haben nur eine Welt“ – Schülerpräsentation für die Festversammlung in Leipzig auf gutem Weg

Vorbereitung auf die Festversammlung

„Wir haben nur eine Welt“: Schülerpräsentation auf gutem Weg

Bei der Zweihundertjahrfeier in Leipzig spielt das Schülerprogramm eine besondere Rolle. Gleich am Eröffnungstag, am 8. September, präsentieren Vertreterinnen und Vertreter der diesjährigen Schülergruppe unter dem Motto „Wir haben nur eine Welt“ Fragen an die Wissenschaft, die zuvor gemeinsam erarbeitet wurden. Um die Impulse der jungen Menschen geht es in einer anschließenden, hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion. Die Expertenrunde wird moderiert von GDNÄ-Präsident Professor Martin Lohse.

Um die Präsentation vorzubereiten, kommen Schülerinnen und Schüler vor der Jubiläumsversammlung vom 8. bis 11. September mehrmals zusammen. Ein erstes Treffen fand Mitte Juni in Leipzig statt; die finale Abstimmung ist am 7. September vorgesehen.

Impressionen vom Vorbereitungstreffen des Schülerprogramms im Juni 2022 in Leipzig.

© Michael Dröscher

In Arbeitsgruppen diskutieren Schülerinnen und Schüler ihre Ideen für die Präsentation auf der Festversammlung.

Bei der ersten Zusammenkunft ging es darum, mit Blick auf die Zukunft der Menschheit die wichtigsten Herausforderungen zu definieren. Die Leitfrage lautete: Welche Probleme sind die drängendsten und inwiefern können die Naturwissenschaften Beiträge zur Lösung leisten? Diskutiert wurde in sechs Workshops, an denen rund hundert Schülerinnen und Schüler teilnahmen. Thematische Schwerpunkte waren Chemie, Biologie, Medizin, Physik/Geologie, Mathematik/Informatik und Technik/Ingenieurwissenschaften. Begleitet wurden die Arbeitsgruppen von Professorin Eva-Maria Neher, Professor Wolfgang Lubitz, Professor Uwe Hartmann, Professor Michael Dröscher, Studienrat Paul Mühlenhoff sowie den Tutoren Clara Vogt und Moritz Sest.

Pro Arbeitsgruppe entwickelten die Schülerinnen und Schüler aus Leipzig und Umgebung drei gemeinsame Fragen. In digitaler Vernetzung wird nun bis zum nächsten Präsenztreffen am 7. September weiter an der gemeinsamen Aufgabe gearbeitet. Die Idee ist, dass jedes Team sich am Ende auf eine herausfordernde Kernfrage an die Wissenschaft einigt, die dann bei der Festsitzung präsentiert wird.

Impressionen vom Vorbereitungstreffen des Schülerprogramms im Juni 2022 in Leipzig.

© Michael Dröscher

Vorbereitungs-Workshop in Leipzig: Schülergruppe in Aktion.

Impressionen vom Vorbereitungstreffen des Schülerprogramms im Juni 2022 in Leipzig.

© Michael Dröscher

Diskussionsrunde beim Treffen im Juni 2022 mit Studienrat Paul Mühlenhoff, dem Leiter des Schülerprogramms (hinten rechts).

Weitere Informationen:

Alle Beiträge zur 130. Versammlung der GDNÄ sind jetzt als Videos abrufbar

Alle Beiträge zur 130. Versammlung der GDNÄ sind jetzt als Videos abrufbar

Alle Grußworte, Festvorträge, Plenarübersichten und Plenarvorträge sind jetzt als Videostreams abrufbar, wobei die gezeigten PowerPoint-Präsentation zusätzlich zu den Sprecherinnen und Sprecher gezeigt werden.

In Kombination mit dem Überblicksvideo mit diversen Interviews und Eindrücken vom Rahmenprogramm, den Labortouren und den Kulturabenden ist damit eine umfangreiche multimediale Dokumentation der Saarbrücker Versammlung der GDNÄ unter der Präsidentschaft von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Wahlster im Internet verfügbar.