Videoüberblick zur 130. Versammlung in Saarbrücken steht bereit
Ab sofort kann eine Zusammenfassung unserer sehr erfolgreichen 130. Versammlung in Saarbrücken als Videostream abgerufen werden. Das Video zeigt einen Überblick zu allen Plenarsitzungen, öffentlichen Abendvorträgen und Kulturveranstaltungen. Durch Interviews der Gruppenvorsitzenden und der örtlichen Geschäftsführer werden wichtige Gesichtspunkte und Ergebnisse der Versammlung festgehalten.
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Digitalisierung der Wissenschaften – von Strukturen zu Prozessen
Sehr geehrte Mitglieder, Freunde und Förderer der GDNÄ,
die Digitalisierung der Wissenschaften ermöglicht ausgehend von Strukturmodellen die Analyse und Simulation von komplexen Prozessen mithilfe von Computern.
Zum ersten Mal in ihrer fast 200-jährigen Geschichte kommt die GDNÄ ins Saarland, das als Informatikland ideal für dieses Thema unserer 130. Versammlung geeignet ist.
Das Internet und die erste Welle der Digitalisierung hatten den Zugang zu wissenschaftlichen Ergebnissen revolutioniert. Inzwischen hat die Informatik für alle Wissenschaften Methoden entwickelt, um digitale Massendaten automatisch auszuwerten. Die damit ausgelöste zweite Welle der Digitalisierung ändert aber auch die Arbeitsweise von Wissenschaftlern grundlegend und birgt damit enorme Potenziale für Durchbrüche in Naturwissenschaft, Medizin und Technik.
Massendaten werden durch Algorithmen des maschinellen Lernens automatisch klassifiziert, Experimente werden durch Roboter ausgeführt, durch Künstliche Intelligenz werden neue Zusammenhänge entdeckt und Hypothesen überprüft. Im Zentrum stehen aber weiterhin die WissenschaftlerInnen, die mit ihrer Neugier und Leidenschaft bestehende Grenzen in und zwischen Disziplinen überwinden, um völlig neuartige Erkenntnisse zu gewinnen – immer öfters unterstützt von digitalen Assistenten.
Das Saarland weist neben dem weltweit renommierten Fachbereich Informatik seiner Universität die höchste Dichte von An-Instituten auf dem Gebiet der Informatik auf: Neben dem von mir geleiteten Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz machen das Helmholtz-Zentrum für Cybersicherheit, das Leibniz-Zentrum für Informatik im Schloss Dagstuhl sowie das Max-Planck-Institut für Informatik und das Max-Planck-Institut für Softwaresysteme den Saarland Informatics Campus mit seinem gemeinsamen Exzellenzcluster zu einem erstrangigen Standort der Digitalisierung.
Neben dem Nobel-Vortrag und der Leopoldina Lecture bietet das Programm 15 eingeladene Vorträge von Spitzenforschern aus Medizin, Biologie, Physik, Chemie und Technik, die durch sechs fußläufig erreichbare Labortouren mit Praxiseinblicken über die Mittagszeit ergänzt werden.
Die Altstadt von Saarbrücken strahlt französischen Charme aus und ist schon wegen ihrer ausgezeichneten Küche bis hin zum Drei-Sterne-Restaurant eine Reise wert. Die GDNÄ Teilnehmer werden mit einem einzigartigen Konzertabend in der spätbarocken Ludwigskirche, einem Empfang der Oberbürgermeisterin im Rittersaal des Rathauses sowie einer Darbietung des Saarländischen Staatsballets nach dem Nobel-Vortrag im Staatstheater auch kulturell verwöhnt werden.
Diese Großveranstaltung wurde nur durch großzügige Spenden möglich, für die wir uns bei allen Förderern ausdrücklich bedanken! Die Bedeutung unserer 130. Versammlung wird durch die Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und die Eröffnung durch den Ministerpräsidenten des Saarlandes unterstrichen.
Nehmen Sie an unserem Zukunftsdialog aktiv teil und diskutieren Sie mit renommierten Fachexperten die Chancen und Risiken der Digitalisierungen der Wissenschaften!
Ich freue mich auf Ihre Teilnahme an der 130. Versammlung der GDNÄ in Saarbrücken.
Für Sprecher und Unterstützer der 130. Versammlung in Saarbrücken
Als kleine Aufmerksamkeit und Dank für ihren Einsatz werden die Sprecher, ehrenamtlichen Helfer und Spender eine mit dem Logo der GDNÄ verzierte Tasse überreicht bekommen.
Die Tasse aus der Serie NewWave mit der charakteristischen Wellenform aus feinstem Premium Porcelain in reinem Weiß von der Weltmarke Villeroy und Boch (est. 1748) dient als Souvenir aus dem Saarland. Die mit dem „Innovationspreis der deutschen Wirtschaft“ und als „Trendgeschirr des Jahres“ ausgezeichnete Kollektion NewWave besticht durch die asymmetrische Form und geschwungene Linien.
1. Regionaltreffen Rhein/Ruhr im Deutschen Museum Bonn
Zum ersten Mal fand am 8. Mai auf Einladung des Generalsekretärs ein Regionaltreffen der GDNÄ in der Region Rhein-Ruhr zwischen Koblenz und Dortmund statt. Dort wohnen etwa 400 GDNÄ-Mitglieder. 35 Personen nahmen an dem Treffen im Deutschen Museum in Bonn teil, nicht nur Mitglieder, denn das Programm im Umfeld der Lego-Ausstellung hatte auch einige Begleitpersonen und Gäste angelockt. Die meisten Teilnehmer kamen aus der näheren Umgebung, doch auch Dortmund und Wuppertal waren nicht zu weit. Alle Altersgruppen waren vertreten, von jung bis alt.
Das Programm begann um 18.00 Uhr mit einem kurzen Gang durch die beindruckende Lego-Sonderausstellung des Deutschen Museums in Bonn, die Spielzeuge bis zurück in die 1930er Jahre zeigt, natürlich erst Holzspielzeuge, dann solche aus Kunststoff, wie sie jeder kennt. Das Herz jedes Legoliebhabers, ob alt oder jung, wurde dabei angesprochen. Danach stellte der Generalsekretär die GDNÄ und das Programm der Versammlung in Saarbrücken kurz vor und warb um die Teilnahme.
An die Lego-Ausstellung angelehnt, stand das Thema Kunststoffe im Mittelpunkt des Abends. In einem Impulsvortag beschrieb der Generalsekretär Marktvolumina und Anwendungen, um dann im Kern das aktuelle Thema "Marine Litter" anzusprechen, was zu einer lebhaften Diskussion führte. Wem ist schon klar, dass er z.B. jeden Tag mit Reifenabrieb und Wäscheabrieb zu den 60.000 t Mikroplastik beiträgt, die wir aus Deutschland jedes Jahr ins Meer entlassen. Dies ist aber gegen die 5 bis 10 Mio. t Kunststoffe, die jährlich, insbesondere in Asien, ins Meer gespült werden, eher das kleinere Problem.
In den anschließenden Gesprächen bei einem kleinen Imbiss wurde der Wunsch geäußert, diese Regionaltreffen mindestens jährlich anzubieten. Das Präsidium plant weitere Regionaltreffen im kommenden versammlungsfreien Jahr und sucht Regionalbotschafter der GDNÄ, die diese Treffen mit vorbereiten.
2. Regionaltreffen Saarland/Westpfalz im DFKI Saarbrücken
Auf Einladung des GDNÄ-Präsidenten Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Wahlster wurde am 21. Februar das zweite Regionaltreffen für den Raum Saarland und Westpfalz durchgeführt. 15 engagierte GDNÄ-Mitglieder trafen sich am späten Nachmittag am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Prof. Wahlster hielt einen Vortrag zum Thema "Maschinelles Lernen - Anwendungserfolge und offene Probleme", der intensiv besonders bezüglich der Implikationen für Anwendungen im Bereich der medizinischen Assistenzsysteme und für das autonome Fahren diskutiert wurde.
Im Mittelpunkt standen viele Anregungen von den anwesenden Lehrern, wie bei den Schülern mehr Interesse an einer GDNÄ-Mitgliedschaft geweckt werden könnte. Viele konkrete Vorschläge für eine optimierte Mitgliederkommunikation und weitere Service-Funktionen wurden von den Mitgliedern eingebracht. Insgesamt waren alle Teilnehmer überzeugt, dass solche Regionaltreffen geeignet sind, die Mitgliedschaft in der GDNÄ attraktiver zu gestalten.
Tagesordnung
17.00 bis 19.30 Uhr
Begrüßung und Vorstellung der Teilnehmer (15 Minuten)
Vorschau: Das wissenschaftliche Programm sowie die Labortouren der 130. Versammlung in Saarbrücken (15 Minuten)
Vorschau: Das Kultur- und Rahmenprogramm zur 130. Versammlung (5 Minuten)
Wissenschaftlicher Kurzvortrag: Maschinelles Lernen – Anwendungserfolge und offene Probleme (30 Minuten, Prof. Wahlster)
Diskussion über Ideen für die weitere Ausgestaltung der 130. Versammlung und das Engagement der regionalen Mitglieder und weiterer Sponsoren (20 Minuten)
Diskussion über Maßnahmen zur Steigerung der Teilnehmerzahlen aus unserer Region (20 Minuten)
Die Teilnehmer des Regionaltreffens Saarland/Westpfalz im Februar 2018.
interdisziplinarität ist schlüssel für neue erkenntnisse
Über 700 Teilnehmer aus Wissenschaft und interessierter Öffentlichkeit kamen in der Universitäts- und Hansestadt zusammen, um sich – so der Titel der Tagung – über „Naturwissenschaften und Medizin zwischen Kontinuität und Umbruch“ auszutauschen. In ihrem Festvortrag unterstrich die Präsidentin der GDNÄ, Prof. Dr. Eva-Maria Neher, dass Naturwissenschaften und Medizin in eine neue Phase eingetreten seien.
Präsidentin Eva-Maria Neher mit der Leopoldina-Präsidiumsmitglied Bärbel Friedrich.
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