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  • Die GDNÄ trauert um ihren Altpräsidenten Professor Harald Fritzsch

    Professor Harald Fritzsch

    Die GDNÄ trauert um ihren ehemaligen Präsidenten

    Der ehemalige Präsident der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ), der Physiker Prof. Dr. Harald Fritzsch, ist am 16. August 2022 im Alter von 79 Jahren in München verstorben. Harald Fritzsch war in den Jahre 2003 bis 2004 Präsident der GDNÄ und leitete die 123. Versammlung in Passau.

    „Harald Fritzsch war ein theoretischer Physiker, der wichtige Beiträge zur Theorie der Quarks geleistet hat“, sagt der GDNÄ-Präsident Professor Martin Lohse. „Er machte sich auch als Autor populärwissenschaftlicher Bücher einen Namen, etwa mit seinem Buch ‚Quarks‘, das 1981 erschien. In seinen späteren Werken ließ er Wissenschaftler verschiedener Epochen miteinander über schwierige physikalische Themen diskutieren.“

    Harald Fritzsch wurde 1943 in Zwickau geboren. Nach dem Abitur an der Erweiterten Oberschule „Gerhart Hauptmann“ war er ab dem Sommer 1961 Soldat der Nationalen Volksarmee der DDR in Kamenz, wo er bei den Luftstreitkräften zum Funker ausgebildet wurde. Er studierte von 1963 bis 1968 in Leipzig Physik. 1968 waren er und ein Freund die Initiatoren einer riskanten, äußerst öffentlichkeitswirksamen Protestaktion gegen die Sprengung der 700 Jahre alten Paulinerkirche. Fritzsch gelang zusammen mit seinem Freund eine gewagte Flucht per Faltboot über das Schwarze Meer in die Türkei. Er setzte sein Studium in München fort, wo er 1971 unter Anleitung von Heinrich Mitter mit einer Arbeit „Über die algebraische Struktur von Observablen in der starken Wechselwirkung“ promovierte. Nach der Promotion ging er ein Jahr an das Europäische Forschungszentrum CERN bei Genf. Anschließend wechselte er mit Murray Gell-Mann zum California Institute of Technology (Caltech) in Pasadena. Von 1977 bis 1978 war er Professor an der Universität Wuppertal. 1979 wechselte Fritzsch an die Universität Bern, dann 1980 an die Ludwig-Maximilians-Universität München. 2008 wurde er emeritiert. Fritzsch war Ordentliches Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

    Die GDNÄ wird ihrem ehemaligen Präsidenten, dem renommierten Physiker Professor Harald Fritzsch, ein ehrendes Andenken bewahren.

    Nobelpreisträger Paul J. Crutzen

    © Rotary Magazin

    Professor Harald Fritzsch

    RNA-Medizin. Einst unterschätzt, jetzt Hoffnungsträger

    RNA-Medizin

    Einst unterschätzt, jetzt Hoffnungsträger

    In der Corona-Pandemie stellten mRNA-Impfstoffe ihre Wirksamkeit und Sicherheit unter Beweis. Mit ihnen beginne eine neue Ära in der Medizin, sagt der Würzburger Infektionsbiologe Jörg Vogel. Er beschreibt den Siegeszug der Ribonukleinsäure in der Therapie bei der GDNÄ-Festversammlung in Leipzig – und hier im Interview. 

    Herr Professor Vogel, ein Themenschwerpunkt der Jubiläumstagung in Leipzig ist die RNA-Medizin. Was macht die neue Therapierichtung so interessant?
    Die begründete Hoffnung, dass bisher unheilbare Krankheiten endlich behandelt werden können. Auslöser waren die großartigen Erfolge der mRNA-Impfstoffe in der Corona-Pandemie. Die Impfstoffe konnten nicht nur sehr schnell entwickelt werden, sie haben sich auch als hochwirksam und sicher erwiesen. Weltweit herrscht derzeit eine unglaubliche Aufbruchstimmung, manche sprechen sogar von einer medizinischen Revolution. Jetzt geht es darum, das Wirkprinzip auf möglichst viele Krankheiten zu übertragen. 

    Welche Krankheiten kommen dafür infrage?
    Grenzen gibt es da kaum. Die Forschung konzentriert sich aktuell auf Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Aber auch andere Volkskrankheiten wie die Demenz sind mögliche Kandidaten. Und bei zahlreichen seltenen Erkrankungen, vor allem wenn sie auf Defekte in einem einzelnen Gen zurückgehen, könnte die RNA-Medizin endlich den Durchbruch bringen. Einige RNA-Medikamente sind in der EU bereits auf dem Markt und ich rechne schon bald mit vielen neuen Therapien. 

    Die RNA scheint ein Alleskönner zu sein. Wie schafft sie das?
    Das hat mit ihren vielen Fähigkeiten zu tun, die lange übersehen wurden. Früher konzentrierte sich fast alles auf die Messenger-RNA, kurz: mRNA, ein Botenmolekül, das genetische Baupläne aus dem Zellkern zu den Proteinfabriken im Zytosol bringt. Neben der ebenfalls schon länger bekannten tRNA, die Aminosäuren zu den Proteinfabriken, den Ribosomen, transportieren, und der rRNA, die ein Bestandteil dieser Proteinfabriken ist, hat man in den letzten Jahren viele weitere RNA-Klassen entdeckt. Sie erhielten Namen wie miRNA für micro RNA oder siRNA für small interfering RNA. Inzwischen sind mehr als ein Dutzend verschiedene RNA-Klassen bekannt, und es kommen ständig neue hinzu. Klar ist heute: RNA steuert lebenswichtige Prozesse in den Zellen und Fehler bei dieser Steuerung können Krankheiten verursachen. Oder, um ein bisschen zu übertreiben: Die RNA ist der wahre Akteur in unseren Zellen und Organen.

    Impressionen vom Vorbereitungstreffen des Schülerprogramms im Juni 2022 in Leipzig.

    © SciGraphix/Sandy Westermann

    Die moderne RNA-Medizin nutzt unter anderem therapeutische mRNA, Antisense-Strategien und CRISPR-Cas-Systeme zur Behandlung unterschiedlicher Krankheiten.

    Wie lässt sich das Wundermolekül medizinisch nutzen?
    Auf zweierlei Weise: in modifizierter Form als Wirkstoff und, wenn es um körpereigene RNA geht, als Angriffspunkt für maßgeschneiderte Wirkstoffe. mRNA-Impfungen sind ein gutes Beispiel für das erste Wirkprinzip. So enthält etwa der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer eine im Labor erzeugte mRNA-Variante des Stachelproteins von SARS-CoV-2. Nach der Impfung erzeugt der Körper diese Stachelprotein-Variante, was eine starke Immunantwort hervorruft. Der Impfstoff funktioniert als Antigen, das die Bildung von Antikörpern durch das Immunsystem anstößt. In ähnlicher Weise will man das Immunsystem mithilfe gezielt veränderter RNA zur Produktion von Antikörpern gegen Krebszellen anregen. Dazu laufen bereits etliche Studien. Man könnte auch die Lungenzellen von Mukoviszidose-Patienten mithilfe der CRISPR-Cas-Methode so verändern, dass sie ein lebenswichtiges Protein in der korrekten Form herstellen. Welche dieser Therapien sich unter medizinischen und Kosten-Gesichtspunkten durchsetzen wird, kann man heute noch nicht absehen.

    Bitte erläutern Sie auch das zweite Wirkprinzip an einem Beispiel.
    In der Herzmedizin wird beispielsweise daran geforscht, die Produktion krankmachender Proteine durch künstlich hergestellte siRNA zu unterbinden. Dafür werden RNA-Schnipsel im Labor erzeugt, die genau komplementär zur Sequenz der körpereigenen RNA aufgebaut sind – sogenannte Antisense-Moleküle. Die Idee ist, sie an kleine Fettbläschen zu koppeln und unter die Haut zu spritzen. Diese Liposomen sollen ins Herz gelangen, um ihre siRNA-Fracht in die Zellen einzuschleusen. Die Fracht, so der Plan, dockt an der körpereigenen RNA an und legt sie lahm. Auf ähnliche Weise könnte man nicht-kodierende RNA, die im Körper zwar keine Proteine herstellen, dafür aber viele Prozesse regeln, bei Fehlfunktionen in die gewünschte Richtung lenken. 

    Was kann, kurz gesagt, die RNA-Medizin, das herkömmliche Wirkstoffe nicht können?
    Ein großer Vorteil ist die Programmierbarkeit: Wirkstoffe lassen sich exakt nach Bedarf entwerfen. Ein weiterer Vorzug ist die Geschwindigkeit. Man kann ein Therapeutikum am Bildschirm in Minutenschnelle entwerfen und danach zügig herstellen, wenn die Produktionskapazität da ist. Denken wir an die mRNA-Impfstoffe, die ja sehr schnell zur Verfügung standen.

    Impressionen vom Vorbereitungstreffen des Schülerprogramms im Juni 2022 in Leipzig.

    © RVZ

    Alt und neu in ästhetischer Verbindung: Die umgebaute und erweiterte frühere Chirurgische Klinik der Würzburger Universität beherbergt jetzt zwei Forschungszentren, das Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung und das Rudolf-Virchow-Zentrum für Experimentelle Biomedizin.

    Aber bewirken RNA-Therapien auch genau das, was sie sollen?
    Sie sind sehr spezifisch. Vielleicht sogar spezifischer als herkömmliche Arzneimittel, die gegen Proteine gerichtet sind. Zu tun hat das mit der exakten Basenpaarung bei Nukleinsäuren. 

    Und wenn gravierende Nebenwirkungen auftreten: Lässt sich die RNA wieder zurückholen?
    Das wissen wir noch nicht genau. Bisher war es nicht nötig, weil die mRNA schnell wieder aus dem Körper verschwindet. Für die Zukunft werden wir uns aber etwas überlegen müssen. Bis jetzt ist es nur eine Forschungsidee, Depots mit Ersatzproteinen im Körper anzulegen. Aber wenn das gelingt, muss man natürlich Schutzmechanismen für den Fall von Unverträglichkeiten  bereithalten. Ein prinzipielles Problem sehe ich aber nicht, denn man könnte auch hier ein Gegenmittel entwerfen. Etwa ein Anti-CRISPR-Cas-Molekül, das bei Bedarf verabreicht wird. 

    Anders als heutige Medikamente ist RNA sehr instabil. Wie verhindert man, dass sie im Körper schnell zerfällt und wirkungslos bleibt?
    Dafür muss man ihre chemische Struktur verändern. Ein passendes Beispiel liefert wieder der mRNA-Impfstoff. Dass er so gut wirkt, ist der Biochemikerin Katalin Karikó zu verdanken. Sie hat schon weit im Vorfeld zusammen mit dem Immunologen Drew Weissmann eine Variante der Base Uridin, das Pseudouridin, in die mRNA eingebaut. Das macht das Molekül nicht nur stabiler und effizienter, es reduziert auch das Risiko von Überreaktionen des Immunsystems. 

    Eine Pionierleistung, die die rettenden Impfstoffe erst ermöglichte?
    Ja, und ganz bestimmt nobelpreisverdächtig. Wenn man Versuche mit nicht-modifizierter mRNA dagegenhält, dann zeigt sich, dass es ohne diese Modifikation nicht geht. Das ist der Grund, warum manche andere Impfstoffkandidaten bisher gescheitert sind. 

    Lassen Sie uns ein paar technische Fragen klären. RNA-Moleküle sind groß und sehr negativ geladen. Wie bekommt man sie im Körper dorthin, wo man sie haben will?
    Bei der mRNA-Impfung funktioniert das ja sehr gut: Der in den Oberarmmuskel gespritzte Impfstoff wird im Muskel von bestimmten Immunzellen aufgenommen und führt von dort aus direkt zur Immunantwort. Es wird aber, wie schon erwähnt, auch über Depots in der Nähe von Zielorganen wie Lunge, Leber oder Nieren nachgedacht. Sprays sind ebenfalls in der Diskussion. Insgesamt ist das gerade ein großes Forschungsthema. Wichtig ist dabei immer auch die Compliance: Wie gut wird die Therapie von Patienten angenommen und wie treu bleiben sie ihr – all das spielt eine Rolle. 

    Heute werden RNA-Moleküle vor allem in Lipide verpackt, um sie in die Zellen zu schleusen. Ist das die beste Methode?
    Derzeit ja. Erprobt werden auch Nanocages, die man sich als Käfige aus DNA zum Transport der RNA vorstellen kann. Es kommt vor allem darauf an, die vergleichsweise großen RNA-Moleküle vor den Attacken des Immunsystems und dem Abbau durch Enzyme zu schützen – an diesen Kriterien müssen sich alle Verfahren messen lassen.  

    Wie lange hält die Wirkung einer RNA-Therapie an?
    Das kommt auf die Technologie an. Bei der mRNA-Therapie wird das Protein, ähnlich wie bei der Corona-Impfung, nach Verabreichung für einige Tage hergestellt – danach ist die mRNA abgebaut. Das Protein wiederum kann Tage bis Wochen im Körper existieren und seine Wirkung entfalten, bis es dann ebenfalls abgebaut wird. Ein Beispiel: Bei der Therapie der Spinalen Muskelatrophie SMA müssen die Medikamente, die die mRNA-Reifung fördern, alle zwei bis vier Monate gegeben werden. 

    Wie weit ist die Erprobung am Menschen?
    Mit am weitesten fortgeschritten ist eine CRISPR-Cas-Studie mit einem RNA-Wirkstoff zur Behandlung der Erbkrankheit Beta-Thalassämie. Bisher benötigen die Patienten regelmäßige Bluttransfusionen. Wenn die neue Therapie sich bewährt, ist das nicht mehr nötig. Dann produziert ihr Körper das fehlende Hämoglobin. In der klinischen Prüfung sind auch neue Impfstoffe auf mRNA-Basis, etwa gegen Influenza oder Malaria.

    Impressionen vom Vorbereitungstreffen des Schülerprogramms im Juni 2022 in Leipzig.

    © HIRI / Luisa Macharowsky

    An der anaeroben Werkbank im Labor des Helmholtz-Instituts für Infektionsforschung mit Professor Jörg Vogel (links).

    Warum ist die RNA-Medizin erst jetzt ein großes Thema geworden?
    Es brauchte die Pandemie, um Druck aufzubauen. Sie hat den nötigen Schub gebracht und gezeigt, dass mRNA-Impfstoffe und die RNA-Medizin insgesamt wirksam und sicher sind.  

    Sie gelten als Pionier der RNA-Medizin. Was hat Sie in diese Richtung gebracht?
    Ich habe Biochemie studiert und schon als Student in molekularbiologischen Laboren gearbeitet, unter anderem in der Pflanzengenetik. Dort habe ich dann auch promoviert, und zwar über molekulare Mechanismen von katalytischen RNA-Molekülen in den Chloroplasten der Gerste.  

    Seit mehr als fünf Jahren leiten Sie das Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung. Wo stehen Sie heute?
    Das Institut hat sich prächtig entwickelt, und zwar parallel zur wachsenden Bedeutung der RNA-Forschung. Als wir anfingen, dachte man beim Thema Impfstoffe noch in erster Linie an Proteine als Wirkstoffe, nicht an RNA. Das hat sich in den letzten Jahren gründlich geändert. Innovationen erwartet man heute vor allem von der RNA-Forschung. An unserem Institut profitieren wir sehr von der Hochdurchsatzsequenzierung: Dadurch können wir wie mit einem Mikroskop in die Zellen hineinschauen und sehen, welche RNA gerade produziert werden. Mittlerweile sind wir auch ziemlich gut darin, die RNA so zu modifizieren, dass sie medizinisch nützlich ist. 

    Ist der medizinische Nutzen ein großes Thema bei Ihnen?
    Wenn es um neue Ansätze geht, ja. Aber wir sind Grundlagenforscher. Die Weiterentwicklung ist Sache der Industrie. 

    Arbeitet Ihr Institut mit Pharmafirmen zusammen?
    Bisher kaum, aber das soll sich ändern. Derzeit bereiten wir die erste Ausgründung vor. Es geht um RNA-basierte Diagnostik und um Tests, die viele verschiedene Erreger gleichzeitig nachweisen können. 

    Gegen die gewöhnliche Erkältung ist bislang kein Kraut gewachsen. Ob die RNA-Medizin damit fertig wird?
    Warum nicht? Ideen hätten da schon! 

    Eine kürzere Version dieses Interviews findet sich in der Festschrift zum 200-jährigen Bestehen der GDNÄ „Wenn der Funke überspringt“, Leipzig 2022, ISBN 978-3-95415-130-1.

    Impressionen vom Vorbereitungstreffen des Schülerprogramms im Juni 2022 in Leipzig.

    © HIRI

    Die RNA-Biologie ist sein Forschungsschwerpunkt: Professor Jörg Vogel

    Zur Person

    Jörg Vogel ist Professor für Molekulare Infektionsbiologie und Gründungsdirektor des Helmholtz-Instituts für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) in Würzburg. Das Institut wird als Standort des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung zusammen mit der Universität Würzburg betrieben. Es ist das weltweit erste Institut, das RNA-Biologie und Infektionsforschung zusammenbringt. Parallel leitet Jörg Vogel das Institut für Molekulare Infektionsbiologie an der Universität Würzburg. Für seine Arbeiten zur RNA-Biologie erhielt er 2017 den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

    Ribonukleinsäure (RNA)

    Als mRNA sorgt die Ribonukleinsäure (RNA) dafür, dass die in der DNA gespeicherten Information in die lebensnotwendigen Proteine umgesetzt werden. Andere RNA-Klassen regulieren die Aktivität der Gene oder haben katalytische Funktionen. Im Aufbau ähnelt die RNA der DNA. Im Unterschied zu dieser ist sie in der Regel einsträngig, was sie zwar weniger stabil aber auch chemisch vielseitiger als DNA macht. Mit der RNA begann auf der Erde die chemische Evolution – aus ihr haben sich wahrscheinlich alle Organismen entwickelt.  

    Festschrift zum GDNÄ-Jubiläum

    Festschrift zum GDNÄ-Jubiläum

    200 bewegte Jahre auf 200 Seiten

    Pünktlich zur Jubiläumsversammlung in Leipzig erscheint Anfang September 2022 eine aufwändig gestaltete Festschrift in der Aufmachung eines modernen Sachbuchs. Auf zweihundert Seiten geht es um die wechselvolle Geschichte der GDNÄ, ihr heutiges Aufgabenspektrum und die Perspektiven für die Zukunft.

    Das reich illustrierte Buch skizziert den Weg der GDNÄ durch zwei Jahrhunderte. Es macht an wichtigen Stationen halt, blickt weit in die Zukunft und lässt den Forschungsfunken überspringen. Dann zum Beispiel, wenn renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, darunter viele GDNÄ-Mitglieder, inspirierend und verständlich über ihre eigene Forschung und die Entwicklung ihres Fachgebiets berichten. In diesen „Werkstattberichten“ geht es zum Beispiel um eine Expedition in die Tiefsee, um die Fahndung nach der Dunklen Materie, neue Techniken der Energiespeicherung und die Geschichte der modernen Klimaforschung. Spannend zu lesen ist sind auch die Interviews mit einem Pionier der neuen RNA-Medizin und dem Nobelpreisträger, der für die Erfindung der organischen Katalyse ausgezeichnet wurde.

    Grußworte aus Politik und Wissenschaft leiten die Festschrift ein. Abgerundet wird das Buch mit einem facettenreichen Ausblick in die Zukunft.

    Herausgeber und Mitautor der Festschrift ist Professor Martin Lohse, Präsident der GDNÄ. Gestaltet wurde das Werk von Thomas Liebscher, Diplom-Grafiker, Gründer und Inhaber des Leipziger Passage-Verlag.

    Hier einige Probeseiten

    Impressionen vom Vorbereitungstreffen des Schülerprogramms im Juni 2022 in Leipzig.
    Titelseite der Festschrift zum großen Jubiläum der GDNÄ. © Thomas Liebscher, Passage-Verlag
    Weitere Informationen:

    Eine Gesellschaft mit Geschichte(n)

    Vereint die Wissenschaften voranbringen, in offener Diskussion und freundschaftlicher Atmosphäre – das wollte die Gruppe um Lorenz Oken, als sie 1822 die Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ) in Leipzig gründete. Anfangs als „wissenschaftliche Nomadenhorde“ belächelt, entwickelte sich die Forschergesellschaft schnell zu einem Treffpunkt für die naturwissenschaftlich-medizinische Elite Europas. Ihren Kernanliegen – dem interdisziplinären Austausch, dem Gespräch mit der Gesellschaft und der Nachwuchsförderung – ist die GDNÄ bis heute verpflichtet.

    Das Buch enthält Beiträge von Christiane Angermann, Marie-Luise Beck, Lilo Berg, Rainer Blatt, Matthias Bochtler, Angelika Brandt, Dietrich von Engelhardt, Georg Ertl, Jörg Hacker, Günther Hasinger, Heribert Hofer, Robert Huber, Sandra Kumm, Benjamin List, Martin Lohse, Thomas Lohse, Jochem Marotzke, Ansgar Schanbacher, Robert Schlögl, Jörg Vogel, Wolfgang Wahlster, Ernst-Ludwig Winnacker, Ekkehard Winter und vielen anderen.

    Lohse, Martin (Hrsg.): Wenn der Funke überspringt, Passage-Verlag Leipzig 2022, ISBN 3954151308, 29 Euro (erscheint Anfang September 2022)

    Jörg Junhold: „Wir öffnen Fenster in die Natur“

    „Wir öffnen Fenster in die Natur“

    Wie Jörg Junhold den Leipziger Zoo von Grund auf modernisierte und der GDNÄ in seiner Heimatstadt viele Türen öffnete. Sein Engagement macht die 200-Jahr-Feier zu einem glanzvollen Fest. 

    Herr Professor Junhold, die Jubiläumsversammlung der GDNÄ naht. Was bedeutet das Naturforschertreffen für Ihren Zoo? 
    Es ist eine große Ehre für uns und wir sind sehr froh, dass die GDNÄ zur 200-Jahr-Feier an ihren Gründungsort zurückkehrt. Die Versammlung findet ja in direkter Nachbarschaft statt, in der Kongresshalle am Zoo Leipzig. Da hoffen wir natürlich, dass viele Tagungsbesucher die Gelegenheit nutzen und bei uns reinschauen – alle sind herzlich eingeladen. Wir sind auch Teil des offiziellen Programms: Der traditionelle Abendempfang für die Referenten und Sponsoren der Tagung findet in unserer Tropenerlebniswelt Gondwanaland statt, in Anwesenheit des Leipziger Oberbürgermeisters Burkhard Jung.

    Museumsinsel Ansicht Herbst © Deutsches Museum

    © Zoo Leipzig

    Die Kongresshalle, in der die GDNÄ ihr 200-jähriges Bestehen feiert, liegt direkt neben dem Zoo Leipzig. Das große helle Dach überwölbt die Tropenerlebniswelt Gondwanaland.

    Sie sind nicht nur Gastgeber während der Tagung, Sie sind auch im Vorstand der GDNÄ vertreten. Wie können wir uns Ihre Arbeit dort vorstellen? 
    Zwei Jahre haben wir im Vorstand auf die Versammlung hingearbeitet, mit regelmäßigen Treffen, die pandemiebedingt meistens digital stattfanden. Ich bin sehr herzlich aufgenommen worden und es hat großen Spaß gemacht, mit so vielen klugen Köpfen zusammenzuarbeiten. Als Geschäftsführer Wirtschaft war es meine Aufgabe in der Vorbereitungsphase, der GDNÄ hier in Leipzig Türen zu öffnen und Sponsoren für die Tagung zu gewinnen.

    Das ist Ihnen, wenn man sich das Programm anschaut, auch gut gelungen. Was ist Ihr Geheimnis? 
    Da gibt es kein großes Geheimnis. Ich bin ein begeisterter Leipziger, lebe seit 1985 in der Stadt und engagiere mich hier in vielen Gremien. Zum Beispiel im Stadtmarketing, Im Hochschulrat oder seit rund zwanzig Jahren auch im Vorstand der Kulturstiftung. Hinzu kommt: Die Leipziger lieben ihren Zoo, er wird wirklich getragen von der Bevölkerung und das strahlt dann auch auf unsere Anliegen und Projekte aus. 

    Am 1. November 1997 haben Sie als Direktor des Leipziger Zoos angefangen. Das ist jetzt fast ein Vierteljahrhundert her. Wie haben Sie den Zoo damals vorgefunden? 
    Er war in einer sehr schwierigen Situation. Die Tieranlagen waren völlig veraltet, die Besucherzahlen stark rückläufig und die Finanzen ein Desaster. Dem Zoo drohte die schrittweise Schließung. 

    Keine rosige Ausgangslage für einen neuen Direktor. Warum haben Sie die Aufgabe trotzdem übernommen? 
    Weil ich eine Riesenchance für den Zoo gesehen habe. Und es hat mich unglaublich gereizt, den Wandel der Stadt mitgestalten zu können.

    Lesesaal des Archivs © Deutsches Museum

    © Zoo Leipzig

    Im Leopardental geht ein Amurleopard auf Pirsch.

    Wo steht Ihr Zoo heute? 
    Er ist komplett umgestaltet und genießt großes Ansehen, sowohl bei den Besuchern als auch in der Fachwelt – das kann ich ohne Übertreibung sagen. Unser Zoo ist heute ein beliebter Freizeitort und wird gern für Events gebucht, von der Hochzeit über elegante Empfänge bis hin zu Firmenveranstaltungen. All das erhöht die Attraktivität Leipzigs als touristisches Ziel, als Messestadt und wirtschaftliches Zentrum weit über die Grenzen Mitteldeutschlands hinaus.   

    Wie ist das gelungen? 
    Eine zentrale Rolle spielt unser Masterplan „Zoo der Zukunft“. Als ich meinen Posten 1997 antrat, habe ich von der Stadt Leipzig etwas Zeit erbeten, um ein Erneuerungskonzept zu entwickeln. Das haben wir dann mit einem kleinen Team in gut zwei Jahren erarbeitet und am 14. Juni 2000 vorgestellt. Diesen Tag werde ich nie vergessen: Unsere Vision von einem modernen Zoo, der Tierbedürfnissen auf höchstem Niveau gerecht wird, Besuchern ein Fenster in die Natur öffnet und gleichzeitig als exzellenter Gastgeber überzeugt, wurde vom Stadtrat einstimmig angenommen. Für uns war das ein enormer Ansporn und seitdem setzen wir den Masterplan Schritt für Schritt um.

    Lesesaal des Archivs © Deutsches Museum

    © Zoo Leipzig

    In der 2011 eröffneten Tropenerlebniswelt Gondwanaland leben rund zweihundert Tierarten aus Asien, Afrika und Südamerika.

    Was haben Sie erreicht, was bleibt zu tun?
    Das meiste ist zum Glück geschafft. Ein Meilenstein war 2011 die Eröffnung der Tropenerlebniswelt Gondwanaland. Das ist eine riesige Halle mit vielen Tausend tropischen Pflanzen, fast zweihundert exotischen Tierarten und einem urwüchsigen Regenwald, wie er den Urkontinent Gondwana prägte. Gondwanaland ist unser Vorzeigeprojekt und hat uns internationale Anerkennung gebracht. Ein anderes Beispiel ist die weltweit einzigartige Menschenaffenanlage Pongoland, die wir in Kooperation mit dem ebenfalls in Leipzig beheimateten Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie geschaffe haben. Dieses Jahr konnten wir das neugestaltete Aquarium eröffnen und 2023 werden wir ein komplett modernisiertes Terrarium vorstellen. Intensiv gearbeitet wird auch am Feuerland-Projekt mit einem begehbaren Unterwassertunnel, in dem die Besucher Pinguine und Robben wie bei einem Tauchgang erleben können. Den Abschluss wird die Asiatische Inselwelt mit zahlreichen Volieren und einer Kranich-Anlage bilden.

    Erlauben Sie uns einen Blick hinter die Kulissen: Wie entstehen solche Projekte?
    Danke für die Frage, denn diesen kreativen Prozess liebe ich am meisten. Wir haben ein kleines Entwicklungsteam, bestehend aus Tierärzten, Biologen und Architekten. Steht ein neues Vorhaben an, schauen wir uns weltweit um, lassen uns von Lösungen anderer Zoos inspirieren und entwickeln eigene Vorstellungen. Geld spielt anfangs keine Rolle, die Ideen sollen erst einmal sprudeln – zurechtstutzen kann man die Pläne dann immer noch.

    In der Öffentlichkeit wird heute viel über Biodiversität und Artenschutz diskutiert. Welche Rolle spielen diese Themen für Ihren Zoo?
    Eine sehr große – nicht nur für uns, sondern für moderne Zoos in aller Welt. Die Lebensräume für wild lebende Tiere schrumpfen überall und entsprechend wächst die gesellschaftliche Bedeutung von Zoos als Zentren des Natur- und Artenschutzes. Unsere Populationen sind selbsterhaltend, was bedeutet: Wir entnehmen keine Tiere aus der freien Wildbahn mehr, sondern managen unsere Tierbestände durch sogenannte Erhaltungszuchtprogramme, an denen sich Zoos weltweit beteiligen. Für viele bedrohte Arten beherbergen wir Reservepopulationen und verfügen über die nötige Expertise zur Behandlung kranker Tiere, sei es im Zoo oder in der Wildnis. Und, ganz wichtig: Wir sensibilisieren die Menschen für die Biodiversitätskrise und ermutigen sie, etwas dagegen zu tun.

    Engagiert sich Ihr Zoo auch wissenschaftlich?
    Ja, das ist uns sogar ein großes Anliegen. Wir betreiben langfristige Artenschutzprojekte, die intensiv wissenschaftlich begleitet werden. Zum Beispiel in Vietnam, im Nationalpark Cuc Phuong. Dort bereiten wir Languren, die aus illegalen Haltungen stammen und beschlagnahmt wurden, auf die Auswilderung vor. Diese blätterfressenden Primaten sind endemisch in Vietnam beheimatet und inzwischen selten geworden. In Chile unterhalten wir gemeinsam mit der Universität Concepción eine Zuchtstation für eine bedrohte Froschart. Insgesamt verstehen wir uns als wissenschaftlich arbeitender Tiergarten, der von Biologen und Tierärzten als gemeinnützige Einrichtung geleitet wird und damit den Qualitätskriterien des Weltzooverbands entspricht. Kommerziell orientierte Safariparks erfüllen diese Standards nicht.

    Lesesaal des Archivs © Deutsches Museum

    © Zoo Leipzig

    Tauchgang im Elefantentempel Ganesha Mandir.

    Sie haben den internationalen Zooverband geleitet, gehören dem Vorstand des Europäischen Zooverbandes an und stehen jetzt dem deutschen Zooverband vor. Was bringt Ihnen diese Arbeit?
    Sie erweitert den Horizont, schärft den Blick für das Wesentliche und führt zu vielen guten Kontakten. Inzwischen geht hier bei uns in Leipzig die internationale Zoowelt ein und aus ­– das hat nicht zuletzt mit der Gremienarbeit zu tun.

    Wo rangiert der Leipziger Zoo heute im internationalen Vergleich?
    Wir gehören zur Spitzengruppe. Im europaweiten Zoo-Ranking des britischen Experten Anthony Sheridan liegen wir aktuell auf Platz zwei hinter Wien und vor Zürich und sind in Deutschland die Nummer eins.

    In ein paar Jahren wird der Masterplan vollendet sein. Ist der 150. Geburtstag Ihres Zoos im Jahr 2028 das nächste Großprojekt?
    Wir werden den Geburtstag natürlich groß feiern, zusammen mit unseren Besucherinnen und Besuchern. Ideen gibt es schon viele – aber noch wird nichts verraten.

    Matthias Röschner © Deutsches Museum

    © Zoo Leipzig

    Professor Jörg Junhold

    Zur Person

    Professor Jörg Junhold ist seit 1997 Geschäftsführer und Direktor des Zoo Leipzig. Der heute 58-Jährige stammt aus der brandenburgischen Stadt Ortrand und studierte in Leipzig Veterinärmedizin, wo er 1994 promoviert wurde. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete der approbierte Tierarzt bereits bei Europas größtem Hersteller von Tierfuttermitteln, der Effem GmbH – zunächst im Außendienst, später im Marketing. 1997 wurde er zum Leiter des Zoos Leipzig bestellt. Sein im Juni 2000 vorgestelltes Strategiekonzept „Zoo der Zukunft“ ist bis heute wegweisend. Seit 2013 ist Jörg Junhold Honorarprofessor an der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Er erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter den Verdienstorden des Freistaats Sachsen. Junhold war Präsident des internationalen Dachverbands größerer Zoos und Aquarien, der World Association of Zoos and Aquaria, und dessen europäischem Pendant. Seit 2019 ist er Präsident des Verbandes der Zoologischen Gärten Deutschlands e.V.

    Archivplakat © Deutsches Museum

    © Zoo Leipzig

    Schimpansenjungtiere im Pongoland

    Zoo Leipzig in Zahlen 

    Gründung: im Jahr 1878 von Ernst Pinkert
    Fläche: 27 Hektar, davon 2,1 Hektar Wasserfläche
    Mitarbeiter: rund 260
    Tierarten: etwa 630
    Investitionen: 200 Millionen Euro (2000-2021)
    Besucherzahlen: rund zwei Millionen im Jahr
    (Stand: Anfang 2022)

    Weitere Informationen:

    Archivplakat © Deutsches Museum

    © Zoo Leipzig

    Herumtollende Löwenjungtiere.

    „Wir haben nur eine Welt“ – Schülerpräsentation für die Festversammlung in Leipzig auf gutem Weg

    Vorbereitung auf die Festversammlung

    „Wir haben nur eine Welt“: Schülerpräsentation auf gutem Weg

    Bei der Zweihundertjahrfeier in Leipzig spielt das Schülerprogramm eine besondere Rolle. Gleich am Eröffnungstag, am 8. September, präsentieren Vertreterinnen und Vertreter der diesjährigen Schülergruppe unter dem Motto „Wir haben nur eine Welt“ Fragen an die Wissenschaft, die zuvor gemeinsam erarbeitet wurden. Um die Impulse der jungen Menschen geht es in einer anschließenden, hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion. Die Expertenrunde wird moderiert von GDNÄ-Präsident Professor Martin Lohse.

    Um die Präsentation vorzubereiten, kommen Schülerinnen und Schüler vor der Jubiläumsversammlung vom 8. bis 11. September mehrmals zusammen. Ein erstes Treffen fand Mitte Juni in Leipzig statt; die finale Abstimmung ist am 7. September vorgesehen.

    Impressionen vom Vorbereitungstreffen des Schülerprogramms im Juni 2022 in Leipzig.

    © Michael Dröscher

    In Arbeitsgruppen diskutieren Schülerinnen und Schüler ihre Ideen für die Präsentation auf der Festversammlung.
    Bei der ersten Zusammenkunft ging es darum, mit Blick auf die Zukunft der Menschheit die wichtigsten Herausforderungen zu definieren. Die Leitfrage lautete: Welche Probleme sind die drängendsten und inwiefern können die Naturwissenschaften Beiträge zur Lösung leisten? Diskutiert wurde in sechs Workshops, an denen rund hundert Schülerinnen und Schüler teilnahmen. Thematische Schwerpunkte waren Chemie, Biologie, Medizin, Physik/Geologie, Mathematik/Informatik und Technik/Ingenieurwissenschaften. Begleitet wurden die Arbeitsgruppen von Professorin Eva-Maria Neher, Professor Wolfgang Lubitz, Professor Uwe Hartmann, Professor Michael Dröscher, Studienrat Paul Mühlenhoff sowie den Tutoren Clara Vogt und Moritz Sest.

    Pro Arbeitsgruppe entwickelten die Schülerinnen und Schüler aus Leipzig und Umgebung drei gemeinsame Fragen. In digitaler Vernetzung wird nun bis zum nächsten Präsenztreffen am 7. September weiter an der gemeinsamen Aufgabe gearbeitet. Die Idee ist, dass jedes Team sich am Ende auf eine herausfordernde Kernfrage an die Wissenschaft einigt, die dann bei der Festsitzung präsentiert wird.

    Impressionen vom Vorbereitungstreffen des Schülerprogramms im Juni 2022 in Leipzig.

    © Michael Dröscher

    Vorbereitungs-Workshop in Leipzig: Schülergruppe in Aktion.

    Impressionen vom Vorbereitungstreffen des Schülerprogramms im Juni 2022 in Leipzig.

    © Michael Dröscher

    Diskussionsrunde beim Treffen im Juni 2022 mit Studienrat Paul Mühlenhoff, dem Leiter des Schülerprogramms (hinten rechts).
    Weitere Informationen: