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    Sehr geehrte Mitglieder und Freunde der GDNÄ,

    herzlich willkommen zur 132. Versammlung und 200 Jahr-Feier der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ), der ältesten wissenschaftlichen Vereinigung Deutschlands dieser Art.

    Seit 1822 bringt unsere Gesellschaft Wissenschaftler, Wissenschaftlerinnen und an der Wissenschaft Interessierte zum fächerübergreifenden Austausch zusammen. Mit ihrem Anliegen ist die GDNÄ heute moderner denn je: Sie fördert den Dialog zwischen Naturwissenschaften, Medizin, Technik und Öffentlichkeit.

    Das feiern wir am Gründungsort in Leipzig zusammen mit unseren Mitgliedern, vielen Gästen rund 200 Schülern, Schülerinnen und Studierenden. Von diesen jungen Menschen erwarten wir uns Fragen und Anregungen zum Thema „Wir haben nur eine Welt“, die sie im Vorfeld der Versammlung erarbeiten werden. In den Mittelpunkt der Vorträge stellen wir die Bedeutung des Bildes in der Wissenschaft: Bilder zeigen neu Entdecktes, erklären Ergebnisse, verdeutlichen Hypothesen. Bilder können belegen und erläutern – aber auch suggerieren und verfälschen. Von der Handzeichnung bis zur Computeranimation begleiten Bilder die Wissenschaft.

    Hören und schauen Sie sich an, was die neuesten Technologien an Bildern erzeugen können und wie unsere Wahrnehmung und unsere Vorstellungen von der Welt dadurch geprägt werden. Nehmen Sie aber insbesondere auch an dem spannenden Zukunftsdiskurs mit jungen Menschen teil.

    Während wir diese Einladung schreiben, verbreiten sich die Bilder von den entsetzlichen Gräueln des Angriffskrieges gegen die Ukraine. Wir fühlen mit denen, über die dieser Krieg hereingebrochen ist und denen dieses Unrecht widerfährt! Wir sehen nicht voraus, wie sich dieser Krieg weiter entwickeln wird – aber lassen Sie uns zuversichtlich sein, dass sich Gerechtigkeit und Frieden durchsetzen können, und dass wir uns im Herbst in menschen- und völkerverbindender Weise werden treffen können.

    Wir freuen uns auf Sie!

    Ihr

    Lennart Resch

    Martin Lohse, Präsident der GDNÄ

    Mit einem Klick zum Programm der Jubiläumsversammlung 2022.

    Zurück zu den Wurzeln

    Zur Feier ihres 200-jährigen Bestehens kehrt die GDNÄ vom 8. bis 11. September 2022 zurück in ihre Gründungsstadt Leipzig. Tagungsort ist die Kongresshalle am Leipziger Zoo. Das Art-déco-Gebäude vereint historische und neuzeitliche Elemente in elegantem Zusammenspiel. Im Jahr 1900 wurde es als „Bürgerliches Gesellschaftshaus“ des Zoologischen Gartens eingeweiht. Angestoßen durch eine Bürgerinitiative wurde das Ensemble von 2010 bis 2015 umfassend saniert und umgebaut.

    Saarbrücken 2018 © Robertus Koppies

    Kongresshalle am Zoo Leipzig

    Die sächsische Stadt blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Bereits im 7. Jahrhundert siedelten sich hier Sorben im „Ort bei den Linden” an. Um 1165 erhielt Leipzig das Stadtrecht sowie Marktprivilegien und wurde rasch eine bedeutende Handelsstadt. Ein kaiserliches Privileg im Jahr 1497 leitete die Entwicklung zu einer Messestadt von europäischem Rang ein.

    Die 1409 gegründete Universität ist eine der ältesten in Deutschland. Heute macht sie, gemeinsam mit zahlreichen außeruniversitären Instituten, Leipzig zu einer Stadt der Wissenschaft und Forschung.

    Weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus wird auch das musikalische Erbe Leipzigs geschätzt. In der Thomaskirche wirkte Johann Sebastian Bach 27 Jahre lang als Kantor. Hier hat auch der weltbekannte Thomanerchor sein Zuhause.

    Die Ereignisse im Herbst 1989 ließen die Welt auf Leipzig blicken. Die Nikolaikirche wurde zum Ausgangspunkt einer friedlichen Revolution, die zur Wiedervereinigung Deutschlands führte. In dieser so bedeutsamen Kirche feiern wir das 200-jährige Bestehen unserer Gesellschaft mit einem Jubiläumskonzert.