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  • 1. Regionaltreffen Rhein/Ruhr im Deutschen Museum Bonn, 08.05.2018

    1. Regionaltreffen Rhein/Ruhr im Deutschen Museum Bonn

    Zum ersten Mal fand am 8. Mai auf Einladung des Generalsekretärs ein Regionaltreffen der GDNÄ in der Region Rhein-Ruhr zwischen Koblenz und Dortmund statt. Dort wohnen etwa 400 GDNÄ-Mitglieder. 35 Personen nahmen an dem Treffen im Deutschen Museum in Bonn teil, nicht nur Mitglieder, denn das Programm im Umfeld der Lego-Ausstellung hatte auch einige Begleitpersonen und Gäste angelockt. Die meisten Teilnehmer kamen aus der näheren Umgebung, doch auch Dortmund und Wuppertal waren nicht zu weit. Alle Altersgruppen waren vertreten, von jung bis alt.

    Das Programm begann um 18.00 Uhr mit einem kurzen Gang durch die beindruckende Lego-Sonderausstellung des Deutschen Museums in Bonn, die Spielzeuge bis zurück in die 1930er Jahre zeigt, natürlich erst Holzspielzeuge, dann solche aus Kunststoff, wie sie jeder kennt. Das Herz jedes Legoliebhabers, ob alt oder jung, wurde dabei angesprochen. Danach stellte der Generalsekretär die GDNÄ und das Programm der Versammlung in Saarbrücken kurz vor und warb um die Teilnahme.

    An die Lego-Ausstellung angelehnt, stand das Thema Kunststoffe im Mittelpunkt des Abends. In einem Impulsvortag beschrieb der Generalsekretär Marktvolumina und Anwendungen, um dann im Kern das aktuelle Thema "Marine Litter" anzusprechen, was zu einer lebhaften Diskussion führte. Wem ist schon klar, dass er z.B. jeden Tag mit Reifenabrieb und Wäscheabrieb zu den 60.000 t Mikroplastik beiträgt, die wir aus Deutschland jedes Jahr ins Meer entlassen. Dies ist aber gegen die 5 bis 10 Mio. t Kunststoffe, die jährlich, insbesondere in Asien, ins Meer gespült werden, eher das kleinere Problem.

    In den anschließenden Gesprächen bei einem kleinen Imbiss wurde der Wunsch geäußert, diese Regionaltreffen mindestens jährlich anzubieten. Das Präsidium plant weitere Regionaltreffen im kommenden versammlungsfreien Jahr und sucht Regionalbotschafter der GDNÄ, die diese Treffen mit vorbereiten.

    Bonn, 08.05.2018

    2. Regionaltreffen Saarland/Westpfalz im DFKI Saarbrücken, 21.02.18

    2. Regionaltreffen Saarland/Westpfalz im DFKI Saarbrücken

    Auf Einladung des GDNÄ-Präsidenten Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Wahlster wurde am 21. Februar das zweite Regionaltreffen für den Raum Saarland und Westpfalz durchgeführt. 15 engagierte GDNÄ-Mitglieder trafen sich am späten Nachmittag am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Prof. Wahlster hielt einen Vortrag zum Thema "Maschinelles Lernen - Anwendungserfolge und offene Probleme", der intensiv besonders bezüglich der Implikationen für Anwendungen im Bereich der medizinischen Assistenzsysteme und für das autonome Fahren diskutiert wurde.

    Im Mittelpunkt standen viele Anregungen von den anwesenden Lehrern, wie bei den Schülern mehr Interesse an einer GDNÄ-Mitgliedschaft geweckt werden könnte. Viele konkrete Vorschläge für eine optimierte Mitgliederkommunikation und weitere Service-Funktionen wurden von den Mitgliedern eingebracht. Insgesamt waren alle Teilnehmer überzeugt, dass solche Regionaltreffen geeignet sind, die Mitgliedschaft in der GDNÄ attraktiver zu gestalten.

    Tagesordnung

    17.00 bis 19.30 Uhr

    1. Begrüßung und Vorstellung der Teilnehmer (15 Minuten)
    2. Vorschau: Das wissenschaftliche Programm sowie die Labortouren der 130. Versammlung in Saarbrücken (15 Minuten)
    3. Vorschau: Das Kultur- und Rahmenprogramm zur 130. Ver­samm­lung (5 Minuten)
    4. Wissenschaftlicher Kurzvortrag: Maschinelles Lernen – Anwen­dungs­erfolge und offene Probleme (30 Minuten, Prof. Wahlster)
    5. Diskussion über Ideen für die weitere Ausgestaltung der 130. Versammlung und das Engagement der regionalen Mitglieder und weiterer Sponsoren (20 Minuten)
    6. Diskussion über Maßnahmen zur Steigerung der Teilnehmer­zahlen aus unserer Region (20 Minuten)

    Die Teilnehmer des Regionaltreffens Saarland/Westpfalz im Februar 2018.

    Lorenz-Oken-Medaille geht an Prof. Harald Lesch

    Lorenz-Oken-Medaille geht an Prof. Harald Lesch

    Die Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte hat dem Astrophysiker, Naturphilosophen, Wissenschaftsjournalisten, Fernsehmoderator und Hochschullehrer Professor Dr. Harald Lesch die Lorenz Oken Medaille 2017 verliehen. Die Auszeichnung erfolgte im Rahmen der Tagung „10. Forum Wissenschaftskommunikation“ (27.-29. November) in Braunschweig. Mit der Lorenz Oken Medaille ehrt die GDNÄ Menschen, die sich um den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft besonders verdient gemacht haben. „Harald Lesch versteht es vorzüglich, in kurzen Vorträgen und Zwiegesprächen komplexe wissenschaftliche Sachverhalte dem Zuschauer nahe zu bringen“, sagte Prof. Dr. Michael Dröscher, Generalsekretär der GDNÄ bei der Festveranstaltung.

    Lesch ist breiteren Kreisen bekannt durch seine Medienpräsenz im Fernsehen. So moderiert er beispielsweise die ZDF-Reihe „Leschs Kosmos", ist Autor und Mitbetreiber des Youtube-Kanals „Urknall, Weltall und das Leben" und hat Aufsehen erregt durch sein populärwissenschaftliches Buch „Die Menschheit schafft sich ab“, in dem Lesch eine ökologische Bestandsaufnahme der Erde wagt. „Harald Lesch lässt das Licht der Aufklärung hell leuchten“, stellte der Laudator für die diesjährige Verleihung der Oken Medaille, der Pressesprecher der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig, Dr. Dr. Jens Simon, in seiner Ansprache fest u‎nd erfand Lesch zu Ehren ein ganz eigenes, physikalisches Elementarteilchen: das Haraldon. "Die Haraldons sind die Austauschteilchen zwischen Harald Lesch und seinem Publikum. Die Menge der Haraldons ist ein Gradmesser für den überspringenden intellektuellen Funken."

    In seiner mitreißenden und emotionalen Festrede, in der er die ganze Bühne mit schauspielerischer Dramaturgie, Wortgewandtheit und viel Humor zu nutzen wusste, ließ Lesch den Funken in hohem Bogen auf die Zuhörer überspringen. „Triumph und Tragödie“ war der Titel seines Vortrags. Lesch beschrieb darin, wie die Menschheit es mit Hilfe der Naturwissenschaften geschafft hat, sich ihre Umwelt, den Planeten, ja sogar das ganze Universum zunehmend verständlich zu machen. „Wir haben dabei einen Kenntnisstand von so hoher Komplexität erreicht, dass er für manche Menschen schon wieder unheimlich geworden ist“, so Lesch. Das bedrohe heute nicht nur die Wissenschaft, sondern die menschlichen Lebensgrundlagen selbst.

    Die Gründe für diese Entwicklung liegen für Lesch auf der Hand: Ein Bildungssystem, das nicht mehr für alle da ist, und die Beschränkung der Wissenschaft auf den naheliegenden, ökonomischen Nutzen: „Als Jugendlicher hat mich nicht interessiert, welche Anwendungen die Raumfahrt möglich macht“, so Lesch: „Ich wollte schlicht und ergreifend das Universum verstehen – und das hat mich enorm angespornt. Wir brauchen wieder mehr Menschen, die sich der Wissenschaft aus Freude an der Erkenntnis widmen. Das versuche ich in meinen Sendungen und Beiträgen rüberzubringen.“ „Diesen Anspruch erfüllt Harald Lesch in besonderer Weise“, hob GDNÄ-Generalsekretär Dröscher bei der Überreichung der Medaille hervor: „Und das ist eine Leistung, die in der schnell getakteten Medienwelt gar nicht hoch genug geschätzt werden kann. Harald Lesch ist deshalb ein besonders würdiger Träger der Lorenz Oken Medaille.“

    Prof. Dr. Michael Dröscher überreicht Urkunde und Medaille.

    Herzlichen Glückwunsch, Joachim Trümper!

    Herzlichen Glückwunsch, Joachim Trümper!

    Der Astrophysiker Joachim Ernst Trümper, GDNÄ-Mitglied und langjähriger Direktor am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, wurde diesjährig mit der Cothenius-Medaille für sein herausragendes wissenschaftliches Lebenswerk ausgezeichnet.

    Der angesehene Wissenschaftspreis wurde im Rahmen der feierlichen Eröffnung der Leopoldina-Jahresversammlung am Freitag, 22. September 2017, in Halle verliehen. Die Cothenius-Medaille wird seit 1792 von der Deutschen Akademie der Naturforscher verliehen und ist nach ihrem Stifter, Christian Andreas Cothenius, benannt.

    Erfolgreiche Kooperation mit Leopoldina

    Erfolgreiche Kooperation mit der Leopoldina

    Der Präsident der GDNÄ, Prof. Wolfgang Wahlster, und die beiden Vizepräsidenten, Prof. Eva-Maria Neher und Prof. Martin Lohse wurden von Leopoldina-Präsident Prof. Jörg Hacker herzlich auf der diesjährigen Versammlung der Nationalakademie in Halle begrüßt.

    Lobend wurde die Zusammenarbeit zwischen Leopoldina und GDNÄ bei den Schülerprogrammen herausgestellt: 53 Schülerinnen und Schüler aus der gesamten Bundesrepublik, denen mit großzügiger Unterstützung der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung eine Teilnahme an der Jahresversammlung zum Thema "Veränderung des Genoms - Herausforderungen für die Zukunft" ermöglicht wurde, konnten wiederum unter der bewährten Betreuung von Studienrat Paul Mühlenhoff ein aktuelles Forschungsgebiet in erstklassigen Vorträgen verfolgen.

    Ergänzt wurde der Tagungsbesuch in Halle noch mit einer Exkursion zum Göttinger Experimentallabor XLAB von Eva-Maria Neher, wo die in Halle viel diskutierte Technik der Genedierung mit CRISPR/Cas9 praktisch erlebt werden konnte.

    Auch auf der nächsten Versammlung der GDNÄ vom in Saarbrücken wird es wieder ein Schülerprogramm geben. Mit der für Saarbrücken bereits fest geplanten Leopoldina-Lecture am Abend des 16.9.2018 wird die Kooperation mit der Nationalakademie nochmals unterstrichen: Das Leopoldina-Präsidiumsmitglied Prof. Thomas Lengauer wird als Bioinformatiker und Direktor am Max-Planck-Institut für Informatik einen Vortrag zum Versammlungsthema der "Digitalisierung der Wissenschaften: Von Strukturen zu Prozessen" halten. Die historische Nähe der 1822 gegründeten GDNÄ und der 1652 entstandenen Leopoldina wurde von den beiden Präsidenten beim abendlichen Gespräch nochmals betont und für die Zukunft die weiterhin enge Kooperation der sich komplementär ergänzenden Gesellschaften bestärkt.

    Schueler in Leopoldina 2017 mit GDNAE

    v.l.n.r. Vorstandsvorsitzender der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung, Prof. Joachim Treusch, Leopoldina-Präsident, Prof. Jörg Hacker, GDNÄ-Präsident, Prof. Wolfgang Wahlster, 1. Vizepräsidentin der GDNÄ, Prof. Eva-Maria Neher, 51 Schüler, rechts außen: Studienrat Paul Mühlenhoff.