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  • Petra Schwille: „Die Grundprinzipien des Lebens verstehen“

    „Die Grundprinzipien des Lebens verstehen“

    Petra Schwille ist ein Star der synthetischen Biologie. Bei der GDNÄ-Versammlung in Bremen wird sie über ihre Suche nach der Essenz des Lebens berichten.

    Frau Professorin Schwille, Sie werden Ihrem Publikum bei der GDNÄ-Versammlung in Bremen erklären, wie einfach lebende Systeme sein können. Ganz so einfach ist das Thema vermutlich nicht. Wie viel Vorwissen braucht man zum Verständnis?
    Wer ungefähr weiß, wie eine Zelle funktioniert und mit dem Begriff Protein etwas anfangen kann, wird den Vortrag gut verstehen. Ich werde darin meine Forschung beschreiben und über neueste Ergebnisse aus meinem Labor berichten. 

    Wo stehen Sie denn aktuell mit Ihrer Suche nach dem biologischen Minimalsystem?
    Wir, das heißt mein Team und ich am Max-Planck-Institut für Biochemie, haben ein funktionierendes künstliches System für die Zellteilung geschaffen. Die Zellteilung ist natürlich nur ein Aspekt des Lebens – Stoffwechsel, Wachstum, Fortpflanzung, Evolution und andere charakteristische Lebensprozesse können wir noch nicht nachbilden. Das einzige heute bekannte System, das alle diese Prozesse umfasst, ist die Zelle. Rudolf Virchow hat sie im 19. Jahrhundert definiert als kleinste Einheit des Lebens, aus dem alle lebenden Systeme erwachsen. Das ist das Paradigma, auf dem unsere Arbeit basiert. Wir finden es nach wie vor sehr hilfreich, auch wenn es letztlich in eine Sackgasse führt, denn irgendwie muss ja auch die allererste Zelle einmal entstanden sein.

    © MPI für Biochemie/ Susanne Vondenbusch

    Das Max-Planck-Institut für Biochemie befindet sich auf dem Campus Martinsried. In Laufweite liegen das Max-Planck-Institut für biologische Intelligenz, Einrichtungen der Ludwig-Maximilians-Universität München und das Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie.

    Wie können wir uns Ihr künstliches System vorstellen?
    Es besteht aus einer künstlichen Zellhülle sowie aktuell fünf bakteriellen Proteinen und der von außen eingebrachten Energiequelle Adenosintriphosphat, kurz: ATP. Von großer Bedeutung ist dabei die Zellhülle – eine Membran, die die Zelle nach außen begrenzt und an vielen zellulären Prozessen im Inneren beteiligt ist. Sie setzt sich aus unterschiedlichen Lipiden und Proteinen zusammen. Treibstoff jeder Zelle ist das ATP, das Energie chemisch speichert und auch in unseren Körperzellen für autonome Prozessabläufe sorgt. Damit sind Prozesse gemeint, die ohne Licht, Wärme oder andere Energien von außen auskommen. In unserem Labor bewerkstelligen bakterielle Proteine die Teilung der Membranblase. Sie lagern sich am Äquator der Zelle an und ziehen sich wie ein Gürtel zusammen – so fest, bis schließlich zwei Blasen vorliegen.

    Was sind die nächsten Etappen auf dem Weg zur Bonsai-Zelle?
    Als Nächstes wollen wir unser Modellsystem dazu bringen, dass es eigenständig ATP produziert und seinen Stoffwechsel selbst betreibt. Zudem wollen wir DNA einschleusen und damit die Weitergabe von Informationen bei der Zellteilung erreichen. Es geht also darum, aus unbelebten Bestandteilen wie Proteinen und biologischen Membranen eine unter dem Mikroskop gut sichtbare künstliche Zelle herzustellen, die immer mehr Teilaspekte des Lebens zeigt. Dieses Ziel verfolgen wir zusammen mit einem Team um den Biochemiker Bert Poolman von der Universität Groningen im Projekt MetaDivide. Dafür konnten wir Ende 2024 beim Europäischen Forschungsrat einen ERC Synergy Grant mit einer Fördersumme von fünf Millionen Euro einwerben. MetaDivide soll uns ein neues Verständnis der Grundprinzipien des Lebens liefern.

    © Adobe Stock

    Ziel des MetaDivide-Projektes ist, dass sich eine synthetische Zelle von der Größe eines Bakteriums selbstständig teilen kann.

    Die GDNÄ-Versammlung 2026 steht unter dem Motto „Wissen schafft Nutzen – Wissenschaft nutzen“. Daher sei die Frage erlaubt: Welchen Nutzen hat Ihre Forschung?
    Sie dient dem Erkenntnisgewinn. Vielleicht können wir dadurch besser verstehen, wie das Leben auf der Erde begann, vielleicht bekommen wir einen Schlüssel zum Auffinden außerirdischen Lebens. Wenn eines Tages bis ins Detail klar wird, wie einfachste Zellen Energie produzieren, könnte das regenerative Energie im Überfluss bedeuten. Vorstellbar sind auch Impulse für die Medizin und die Materialwissenschaften. Aber noch ist das alles Spekulation und das, was in unserem Labor passiert, lupenreine Grundlagenforschung.

    Was fasziniert Sie daran?
    Schon als Kind habe ich mich gefragt, woher das Leben kommt und wie alles Lebendige zusammenhängt. Ich habe dann Physik studiert und im Nebenfach Philosophie, aber im Grunde verlor ich die ursprünglichen Fragen im Studium aus den Augen. Wiedererwacht ist das Interesse während meiner Promotion bei dem Göttinger Chemienobelpreisträger Manfred Eigen, der sich zu der Zeit intensiv mit Fragen zur Evolution des Lebens beschäftigte. Er hatte eine interessante Arbeit zur Einzelmoleküldetektion zu vergeben, um die unfassbar komplexen Prozesse in biologischen Systemen besser erfassen und quantifizieren zu können. Dafür konnte ich eine Methode entwickeln, die bis heute genutzt wird. Schon damals, Mitte der 1990er-Jahre, träumte ich von einem lebenden System, das nicht so komplex ist, nur die wirklich essenziellen Eigenschaften hat und vielleicht sogar fähig zur  Evolution ist. Das wäre dann der Durchbruch.

    Taucht da am Horizont der Homunkulus auf, der künstlich geschaffene Mensch? Wie gehen Sie mit den philosophischen Fragen um, die Ihre Forschung aufwirft?
    Ich bin froh und glücklich, dass ich frei erforschen darf, was Leben ist und was es nicht ist. Mir geht es um naturwissenschaftliche Begründungen. Und letztlich auch um Demut gegenüber der unbelebten Natur. So fundamental ist der Unterschied zur belebten Natur nämlich nicht. Wir sollten das Leben nicht moralisch überhöhen, es mit einem Heiligenschein versehen.

    Ihr Mann ist evangelischer Pfarrer. Was sagt er dazu?
    Er ist am Sozialen und Menschlichen interessiert und kümmert sich um die Beziehungen zwischen Menschen und ihre Beziehung zu Gott. Wir haben da eine klare Arbeitsteilung.

    Ist Gott für Sie eine Größe?
    Nicht im Sinne einer bestimmten Religion. Es ist mehr ein Gefühl, dass eine treibende Kraft hinter allem steht, was sich in der Zeit und im Raum entwickelt – vom Universum bis zum menschlichen Leben. Und diese Kraft möchte ich eines Tages besser verstehen und vielleicht sogar quantifizieren können.

    Frau Professorin Schwille, vielen Dank für dieses Gespräch.

    Michael Droescher © MIKA-fotografie | Berlin

    © MPI für Biochemie/ Krause Schneitz

    Prof. Dr. Petra Schwille, Physikerin und Direktorin des Max-Planck-Instituts für Biochemie.

    Zur Person

    Petra Schwille kam 1968 in Sindelfingen zur Welt und wuchs in Heilbronn auf. Sie studierte Physik und Philosophie an den Universitäten Stuttgart und Göttingen und wurde bei Nobelpreisträger Manfred Eigen am MPI für biophysikalische Chemie in Göttingen promoviert. Nach einem Postdoc-Aufenthalt an der Cornell University kehrte sie 1999 aus den USA zurück ans MPI für biophysikalische Chemie, wo sie ihre eigene Nachwuchsgruppe leitete. 2002 folgte sie einem Ruf auf den Lehrstuhl für Biophysik am Biotechnologischen Zentrum der Technischen Universität Dresden. Seit 2011 ist Petra Schwille Direktorin am MPI für Biochemie in München-Martinsried, wo sie die Forschungsabteilung „Zelluläre und molekulare Biophysik“ leitet. 2012 wurde sie zudem Honorarprofessorin an der Fakultät für Physik der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität. Petra Schwille wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, unter anderem 2010 mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft, 2022 mit der Otto Warburg-Medaille und 2023 mit dem Manfred-Eigen-Preis. Sie ist Trägerin des bayerischen Maximiliansordens und des Verdienstkreuzes Erster Klasse der Bundesrepublik Deutschland. Neben ihren wissenschaftlichen Tätigkeiten äußert sich Petra Schwille bei Kulturveranstaltungen zu naturwissenschaftlichen, philosophischen und gesellschaftlichen Fragen und engagiert sich im Mentoring für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

    Zum Weiterlesen:

    Fraunhofer-Medaille für Michael Dröscher

    Fraunhofer-Medaille für Michael Dröscher

    Der GDNÄ-Generalsekretär wird für seine Verdienste um die Fraunhofer-Gesellschaft geehrt.

    Die Fraunhofer-Gesellschaft ehrt Professor Michael Dröscher mit der Fraunhofer-Medaille 2026. Der Generalsekretär und Schatzmeister der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte wurde Anfang 2026 für seine besonderen Verdienste um die Fraunhofer-Gesellschaft ausgezeichnet. Als Vertreter des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft wirkte Michael Dröscher 25 Jahre lang in der Jury für die Vergabe des Joseph-von-Fraunhofer-Preises, der höchsten Auszeichnung der anwendungsorientierten deutschen Forschungsorganisation. Er habe der Fraunhofer-Gesellschaft wichtige Impulse gegeben und sei als Vorsitzender mehrerer wissenschaftlicher Fachgesellschaften beharrlich für die engere Verzahnung von Wissenschaft und Industrie eingetreten, schreibt Fraunhofer-Präsident Professor Holger Hanselka auf LinkedIn.

    Die Fraunhofer-Gesellschaft ist eine der führenden deutschen Organisationen für anwendungsorientierte Forschung. Knapp 32 000 Mitarbeitende an 75 Instituten und selbstständigen Forschungseinrichtungen in Deutschland erarbeiten das jährliche Finanzvolumen von 3,6 Milliarden Euro. Davon entfallen 3,1 Milliarden Euro auf das zentrale Geschäftsmodell von Fraunhofer, die Vertragsforschung.

    In diesem Jahr feiert die Fraunhofer-Gesellschaft den 200. Todestag ihres Namensgebers Joseph von Fraunhofer (1787-1826). Der Münchener Gelehrte war als Wissenschaftler, Erfinder und Unternehmer gleichermaßen erfolgreich.

    Die Fraunhofer-Medaille wurde am 6. März 1987 anlässlich des 200. Geburtstages von Joseph von Fraunhofer entworfen. Die Vorderseite ziert das Portrait Fraunhofers, die Rückseite eine Ansicht seiner Geburtsstadt Straubing.

    Michael Droescher © MIKA-fotografie | Berlin

    © MIKA-fotografie | Berlin

    Prof. Dr. Michael Dröscher, Generalsekretär und Schatzmeister der GDNÄ.
    Zum Weiterlesen:

    © FHG

    Fraunhofer-Medaille

    Michael Dröscher: „Wir haben noch viele gute Ideen“

    „Wir haben noch viele gute Ideen“

    Michael Dröscher, Generalsekretär und Schatzmeister der GDNÄ, über neuen Schwung für die Gesellschaft, Glanzlichter der Versammlung in Bremen und eigene Zukunftspläne.

    Herr Professor Dröscher, wir führen dieses Gespräch Anfang 2026. Sie tragen schon lange Verantwortung für die Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte: seit elf Jahren als ihr Generalsekretär und seit neun Jahren als ihr Schatzmeister. Wo steht die GDNÄ heute?
    Die Mitgliederzahlen sind nicht nur stabil, wir dürfen sogar auf Zuwachs hoffen. Der positive Trend ist keineswegs selbstverständlich. Die meisten wissenschaftlichen Gesellschaften kämpfen heute mit sinkenden Mitgliederzahlen und oft fehlt der Nachwuchs. So war es lange Zeit auch bei uns. 

    Was hat zur Trendwende geführt?
    Entscheidend war die Gründung des Jungen Netzwerks der GDNÄ, kurz jGDNÄ genannt. Das Netzwerk steht Naturwissenschaftlern und Medizinern bis 32 Jahre offen und entwickelt sich prächtig. Ein erster selbst organisierter Kongress fand im Juni 2025 in Heidelberg statt, der nächste ist für 2027 geplant. Die Nachwuchsmitglieder sind sehr engagiert und bringen neuen Schwung in unsere altehrwürdige Gesellschaft.

    © MIKA-fotografie | Berlin

    Michael Dröscher mit jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der GDNÄ-Versammlung in Potsdam 2024.

    Wie gelingt ihnen das?
    Sie bespielen zum Beispiel unseren LinkedIn-Kanal, der unter dem Namen „Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte“ firmiert. Ich empfehle allen Mitgliedern, sich das mal anzuschauen und Follower zu werden. Der jGDNÄ verdanken wir auch den Hinweis auf den Youtuber und Buchautor Jacob Beautemps, dem wir im Dezember die Oken-Medaille für seine hervorragenden Beiträge zur Wissenschaftskommunikation verliehen haben. Derzeit sind die jungen Mitglieder auch dabei, regionale Strukturen aufzubauen – mit Gruppen in Aachen, in Heidelberg, Bochum und Greifswald. Gemeinsam haben wir eine Geschäftsordnung entworfen, die Rechte und Pflichten der jGDNÄ definiert. Das Regelwerk soll bei der nächsten Versammlung in Bremen beschlossen werden. 

    Was motiviert die jungen Leute?
    Sie spüren, glaube ich, dass wir uns über sie freuen. Bei uns haben sie große Freiräume und wir beteiligen sie, wo immer es geht. So sind bei Vorstandsratssitzungen immer auch Vertreterinnen und Vertreter der jGDNÄ dabei. Viele schätzen die Kontakte zu etablierten GDNÄ-Mitgliedern und nutzen die Gelegenheiten, sich fortzubilden. Derzeit entwickeln wir zum Beispiel ein Pilotprojekt zur Medizinkommunikation mit zweitägigen Workshops für unsere jungen Leute. Das Format passt gut zum Thema des Wissenschaftsjahres 2026 „Medizin der Zukunft“.

    Die meisten Mitglieder sind älter als 32 Jahre. Was sind Ihre Argumente, um diese Gruppe in der GDNÄ zu halten? Und um neue Mitglieder aus der Altersklasse zu gewinnen?
    Da gibt es eine ganze Reihe von guten Argumenten. So fördert jeder Mitgliedsbeitrag, jede Spende und jedes Vermächtnis junge Leute in den Naturwissenschaften und in der Medizin, sei es in unserem Schülerprogramm oder in der jGDNÄ. Mit den Beiträgen finanzieren wir unsere kleine, aber sehr effizient arbeitende Geschäftsstelle, die unsere vielen Aktivitäten erst möglich macht. Ich denke zum Beispiel an die feierliche Verleihung der Lorenz-Oken-Medaille beim Wissenschaftsforum in Stuttgart, die sehr gut besucht war und uns in wichtigen Zielgruppen bekannter macht. Mit unserer Website, mit den Videos von Vorträgen bei den Versammlungen tragen wir zur Wissenschaftskommunikation bei – all das kostet natürlich Geld. Darüber hinaus profitieren unsere Mitglieder direkt von Vergünstigungen, etwa bei den Versammlungen und beim Bezug unseres Vereinsorgans, der Naturwissenschaftlichen Rundschau. Sie werden auch zu unseren Regionaltreffen eingeladen, die wir jetzt verstärkt anbieten wollen.

    © MIKA-fotografie | Berlin

    Im Auditorium der Versammlung 2024 in Potsdam: Martin Lohse, Michael Dröscher und Paul Mühlenhoff (v.l.n.r.).

    Ein Regionaltreffen fand im Sommer 2025 in Leipzig statt. Wie geht es weiter?
    Das Leipziger Treffen war ein guter Auftakt. Am 13. März setzen wir die Serie in Bremen fort, die Einladungen wurden dieser Tage verschickt. Unser Geschäftsführer Wissenschaft für die nächste GDNÄ-Versammlung, Professor Michal Kucera, wird einen Vortrag über seine klimawissenschaftliche Forschung halten und mit den Teilnehmern diskutieren. Gastgeber der Veranstaltung ist das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz Bremen. Weitere Regionaltreffen sind in Planung.

    Vom 17. bis 20. September findet die 134. Versammlung der GDNÄ statt. Wie weit sind die Vorbereitungen gediehen?
    Das Programm (PDF) steht, die Vorarbeiten sind in vollem Gange. Wir haben wieder tolle Vorträge und ein Begleitprogramm vom Feinsten. Ein Highlight ist sicher der öffentliche Vortrag von Professor Ben List, dem Chemie-Nobelpreisträger 2021, am Abend des 19. September. Auch zum Vortrag von Professor Thomas Zurbuchen von der ETH Zürich zum Thema Luft- und Raumfahrt ist die Öffentlichkeit eingeladen. Er spricht am Vorabend der Eröffnung, an dem wir auch zum beliebten Science Slam „Wissenschaft in 5 Minuten“ einladen. Bei der Eröffnungsveranstaltung spricht die Bremer Wissenschaftssenatorin ein Grußwort. Wir haben wieder ein Schülerprogramm organisiert – mit rund hundert Schülerinnen und Schülern aus der Region und etwa fünfzig Studierenden. Im Foyer ist eine Poster-Ausstellung vorgesehen, für die beiden besten Poster gibt es Preise. Apropos: Wir verleihen wieder die Alexander-von-Humboldt-Medaille für herausragende Verdienste um die GDNÄ und die Gesellschaft Deutscher Chemiker überreicht die Liebig-Denkmünze. Die jGDNÄ organisiert zum ersten Mal ein Studierenden-Café in Eigenregie. Es wird eine Versammlung der kurzen Wege sein, alle Veranstaltungen finden auf einer Ebene statt. Das Congress Centrum ist nur zehn Fußminuten vom Bremer Zentrum entfernt. Eins noch: Das Schlusswort soll diesmal wirklich am Sonntagmittag gesprochen werden, damit alle beizeiten nach Hause kommen.

    Es wird Ihre letzte Versammlung als Generalsekretär sein. Warum eigentlich?

    Ich gehe auf die Achtzig zu und ziehe mich allmählich aus meinen Ehrenämtern in Kuratorien und anderen Gremien von Wissenschaftseinrichtungen zurück. Mein Amt als GDNÄ-Generalsekretär übernimmt Professor Stefan Buchholz, mit dem ich in den vergangenen Monaten viele Termine gemeinsam absolviert habe. GDNÄ-Schatzmeister werde ich noch bis Ende 2027 bleiben. So lange geht auch mein Amt als Vorsitzender des Verwaltungsrats des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung. Für die Zeit danach freue ich mich auf mehr Zeit für die Familie und mehr Ruhe.

    Wie sehen Sie die Zukunft der GDNÄ?
    Der Trend ist, wie gesagt, positiv – jetzt müssen wir alles dafür tun, damit das anhält. Die GDNÄ behauptet sich seit 204 Jahren in der Welt der Wissenschaft, sie hat Glanzzeiten erlebt und Krisen überstanden. Heute kämpfen auch große wissenschaftliche Gesellschaften um die Aufmerksamkeit des Publikums, das macht es für uns nicht leichter. Aber wir haben viele gute Ideen, die wir umsetzen möchten und für die wir Mittel brauchen. Als Schatzmeister werde ich deshalb nicht müde, an die Großzügigkeit unserer Mitglieder zu appellieren. Es ist gut angelegtes Geld, dafür stehe ich mit meinem Namen.

    Michael Droescher © MIKA-fotografie | Berlin

    © MIKA-fotografie | Berlin

    Prof. Dr. Michael Dröscher, Generalsekretär und Schatzmeister der GDNÄ.

    Zur Person

    Seit 2017 ist Professor Michael Dröscher Schatzmeister und Vorstandsmitglied der GDNÄ und seit 2015 deren Generalsekretär. Er kam 1949 in Kirn an der Nahe zur Welt, absolvierte ein Chemiestudium in Mainz und schloss dort auch seine Promotion ab.  Anschließend nahm er eine Stelle als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Freiburg an und habilitierte sich mit nur 31 Jahren für das Fach Makromolekulare Chemie. Seine akademische Laufbahn setzte er zunächst als Privatdozent und von 1988 an als außerplanmäßiger Professor an der Universität Münster fort.

    Mehr noch als für die Grundlagenforschung interessiert sich Michael Dröscher für die Anwendung wissenschaftlicher Ergebnisse und so führte ihn sein Weg in die Industrie. Er startete 1982 als Laborleiter und 1984 als Abteilungsleiter bei der Hüls AG im nordrhein-westfälischen Marl. Bei Hüls und den Nachfolgeunternehmen Degussa-Hüls und Evonik-Industries AG sollte er in wechselnden Funktionen 27 Jahre bleiben. 1997 wurde Michael Dröscher zum Geschäftsführer der damals neu gegründeten Hüls-Tochter Creavis Gesellschaft für Technologie und Innovation mbH berufen. Fünf Jahre später, im Jahr 2002, wurde Michael Dröscher Innovationsmanager der Degussa AG, die später Teil der Evonik wurde.

    Darüber hinaus engagierte sich Michael Dröscher in Fachgesellschaften, unter anderem als Vorsitzender der Deutschen Bunsengesellschaft (2005 bis 2006) und von 2010 bis 2011 als Präsident der Gesellschaft Deutscher Chemiker und als Manager des Clusters CHEMIE.NRW.

    Er ist Vorsitzender des Verwaltungsrats des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung in Mülheim und war Mitglied mehrerer Kuratorien und Beiräte der Max-Planck-Gesellschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und von Hochschulinstituten.

    Außenansicht des Congress Centrums Bremen. © M3B GmbH

    @ M3B GmbH

    Außenansicht des Bremer Congress Centrums, in dem die 134. Versammlung der GDNÄ vom 17.-20. September 2026 stattfindet.
    Zum Weiterlesen:

    Lorenz-Oken-Medaille für Jacob Beautemps

    Lorenz-Oken-Medaille für Jacob Beautemps

    Am 3. Dezember 2025 wurde die Lorenz-Oken Medaille an den Wissenschafts-Youtuber Dr. Jacob Beautemps beim Forum Wissenschaftskommunikation in Stuttgart verliehen.

    Moderiert wurde die festliche Preisverleihung von Professor Michael Dröscher, Generalsekretär und Schatzmeister der GDNÄ. Deren Vizepräsident Professor Heribert Hofer übernahm die Einführung und übergab die Medaille. 

    Es folgte eine Laudatio, gehalten von zwei Vertretern des jungen Zielpublikums, beide Mitglieder des Jungen Netzwerks der GDNÄ. Kevin Yuan studiert im ersten Semester Medizin, Eric Andresen hat erfolgreich das Abitur bestanden und plant ein Physikstudium. Heribert Hofer: „Die beiden haben das mit großem Schwung gemacht, mit einem feinen Sinn für Humor, sehr kurzweilig und dennoch sehr informativ über den Preisträger und seine Aktivitäten.“ Es sei ein glänzender Auftritt gewesen, der auch den Geehrten sichtlich beeindruckt habe. 

    © Stefan Buchholz

    Nach der Preisverleihung: Eric Andresen, Jacob Beautemps und Kevin Yuan (v.l.).

    In seinem Festvortrag stellte Jacob Beautemps einige Regeln für den Einsatz von Social Media vor. Neben einer guten Visualisierung und Struktur sei unter anderem die Orientierung an den Fragen der Zielgruppe wichtig. 

    „Das Publikum zeigte sich sowohl von der Laudatio als auch vom Festvortrag beeindruckt“, berichtet Heribert Hofer. Nach dem Vortrag von Jacob Beautemps habe es eine hochinteressante Diskussion zwischen den sachkundigen Gästen und dem Geehrten gegeben.

    Lorenz-Oken-Medaille für Jacob Beautemps © Stefan Buchholz

    © Stefan Buchholz

    Die Lorenz-Oken-Medaille 2025 für Jacob Beautemps.
    Mit Urkunde: Die Professoren Heribert Hofer und Michael Dröscher (beide GDNÄ), Preisträger Dr. Jacob Beautemps und die Laudatoren Kevin Yuan und Eric Andresen.

    © Damian Gorczany/WiD

    Mit Urkunde: Die Professoren Heribert Hofer und Michael Dröscher (beide GDNÄ), Preisträger Dr. Jacob Beautemps und die Laudatoren Kevin Yuan und Eric Andresen.  

    Zur Person

    Jacob Beautemps kam 1993 zur Welt und wuchs in Essen auf. Nach dem Abitur studierte er Physik und Sozialwissenschaften an der Universität zu Köln. Neben dem Studium jobbte er bei der Produktionsfirma i&u TV von Günter Jauch. Sein 2018 gegründeter Youtube-Kanal Breaking Lab überschritt im Juni 2022 die Marke von 500.000 Abonnenten und hat Ende 2025 knapp 720.000 Abonnenten. Im Sommer 2022 erhielt Jacob Beautemps mit Science for Future ein eigenes Doku-Format in der ARD-Mediathek.

    Beautemps tritt regelmäßig als Redner sowie als Gast in Fernsehsendungen auf. Sein 2025 erschienenes Buch Unsere Zukunft neu denken ist in Deutschland ein Bestseller. 2024 promovierte er am Institut für Physikdidaktik der Universität zu Köln zu der Frage, wie Erwachsene mithilfe von Youtube-Videos lernen. Für seine Beiträge erhielt er etliche Auszeichnungen, darunter 2024 die Medaille für naturwissenschaftliche Publizistik der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Am 3. Dezember 2025 ehrte die Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte Jacob Beautemps mit der Lorenz-Oken-Medaille für die exzellente Vermittlung von Wissenschaftsthemen an ein junges Publikum.

    Weitere Informationen:

    Jacob Beautemps: „Schön ist es, andere zu inspirieren“

    „Schön ist es, andere zu inspirieren“

    Jacob Beautemps, Wissenschafts-Youtuber und GDNÄ-Preisträger, über die Regeln guter Kommunikation und wie es kam, dass er nicht Lehrer wurde.

    Herr Dr. Beautemps, Sie sind 32 Jahre alt, haben schon mehrere Preise für Ihre Art der Wissenschaftskommunikation bekommen und erhalten am 3. Dezember zusätzlich die Lorenz-Oken-Medaille der GDNÄ. Was macht Sie so erfolgreich?
    Ob ich jetzt so erfolgreich bin, weiß ich nicht. Aber zumindest bin ich seit acht Jahren konstant auf verschiedenen Medienkanälen unterwegs und bisher sind mir keine großen Fehler unterlaufen. Als Science-Youtuber veröffentliche ich jede Woche zwei neue Videos zu Wissenschaftsthemen – immer basierend auf Studien und anderen seriösen Quellen, die ich so transparent wie in einem wissenschaftlichen Paper angebe. Meine Community mag das und die ist mittlerweile auf mehr als 700.000 Leute angewachsen. Ich mache auch Dokumentationen fürs Fernsehen wie zum Beispiel die Serie Science for Future im SWR oder Beiträge für die Kindersendung Tigerenten Club in der ARD. Anfang des Jahres ist mein erstes Buch mit dem Titel Unsere Zukunft neu denken erschienen. Naja, und überall versuche ich so exakt wie möglich zu arbeiten und transparent mit meinen Quellen zu sein. 

    Was ist Ihr liebstes Format?
    Ganz klar Youtube. Das Medium ist unkompliziert, schnell und flexibel. Ich bin völlig frei in der Gestaltung der Videos, es redet mir niemand rein. Was nicht heißen soll, dass ich nicht gern dazulerne – zum Beispiel von den Fernsehprofis, mit denen ich zusammenarbeite. Das neue Know-how nutze ich dann wieder für meine Videos. Seit einem Jahr betreibe ich auch einen englischsprachigen Kanal für das internationale Publikum. Schauen Sie mal unter The German Science Guy

    @ IdeenExpo

    Auf der Bühne der IdeenExpo 2024 in Hannover zeigt Jacob Beautemps wie man Eis mithilfe von Stickstoff herstellt. Die seit 2007 alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung will junge Menschen für Naturwissenschaften und Technik begeistern.

    Wie wählen Sie Ihre Themen aus?
    Mich interessieren vor allem Zukunftsthemen und Themen, die viel diskutiert werden, bei denen aber kaum jemand mal etwas tiefer reinschaut. Wichtig ist da immer der Bezug zu unserem Leben. Ein Beispiel ist die Wärmepumpe. Da wurde viel drüber gestritten und die meisten Leute wussten gar nicht, was das Prinzip dahinter ist. Hier habe ich dann einen Deep Dive gemacht, der fast 20 Minuten dauerte, dafür aber wirklich das Prinzip erklärt hat. Das Video haben sich am Ende mehr als 1,2 Millionen Menschen angeschaut. 

    Ihr Spektrum reicht vom Polio-Impfstoff über Krachmacher im Urwald bis zum Strom aus Regen. Wie schaffen Sie es, über all diese Themen kompetent zu berichten? 
    Zum Glück habe ich ein tolles Team, das mir bei Recherche und Umsetzung hilft. Wir sind momentan zu fünft in der Redaktion. Unser Ziel ist immer, wissenschaftlich fundierte Videos auf dem neuesten Forschungsstand zu produzieren.

    Und wenn einmal ein Fehler passiert?
    Das kommt vor und dann ist es wichtig, transparent damit umzugehen. Ich spreche den Fehler in einem der nächsten Videos an und stelle die Sache richtig. Das schafft Vertrauen.

     Wie reagiert das Publikum auf Ihre Beiträge?
    Bei Youtube zuerst mit Klickzahlen, derzeit sind es im Schnitt 4,5 Millionen Aufrufe pro Monat. Ich habe das Glück, mit Anfeindungen kaum zu tun zu haben. Und wenn doch, dann bekriege ich mich nicht mit den Leuten, sondern verweise auf die Quellen, welche ich ja immer angebe. Schön ist es, wenn ich andere inspirieren kann. Da gibt es dann Kommentare wie: Hey, durch Dich bin ich auf das Thema erneuerbare Energien gekommen, das studiere ich jetzt. Oder: Ich berichte über ein Start-up, besuche es später noch einmal und treffe dort Leute, die durch mich auf die Firma aufmerksam wurden und jetzt dort arbeiten.

    Es gibt auch andere erfolgreiche Science-Youtuber in Deutschland. Unliebsame Konkurrenz für Sie?
    Ganz im Gegenteil, wir profitieren voneinander. Wer zum Beispiel ein Video von Mai Thi anschaut, hängt anschließend oft noch eins von mir dran – und umgekehrt. Außerdem haben wir unterschiedliche Schwerpunkte. Bei mir geht es meistens um Innovationen, bei anderen Science-Youtubern vielleicht eher um Ernährung oder Medizin. Das ist das Schöne an YouTube: Man muss nicht wie im TV um Sendeplätze kämpfen, sondern fördert sich gegenseitig.

    @ Beautemps

    Jacob Beautemps im Interview mit Bill Gates und Polio-Überlebenden. In dem 2023 geführten Gespräch ging es um die internationale Polio-Initiative, die Gates maßgeblich unterstützt.

    Bei der Preisverleihung in Stuttgart werden Sie eine Rede halten und einige Regeln erfolgreicher Wissensvermittlung vorstellen. Welche sind das?
    Ich kann ein paar Beispiele geben. Aus der Forschung wissen wir, wie hilfreich es ist, mit Fragen zu arbeiten. Hierbei geht es nicht nur darum, mit Fragen neugierig zu machen. Experimente konnten zeigen, dass das gezielte Thematisieren von falschen Vorstellungen sehr dabei hilft, diese aufzulösen. Ohne diese Fragen, das ergaben die gleichen Experimente, findet kaum ein Lerneffekt statt. Größtmögliche Transparenz ist weiterer Punkt. Dazu gehört, dass man sich mit der eigenen Expertise vorstellt und darlegt, woher die präsentierten Informationen kommen. So entsteht Vertrauen und das ist das A und O guter Kommunikation. Besonders einprägsam werden Botschaften durch Visualisieren und Emotionalisieren. Es gibt da ganz viele Tricks – in Stuttgart werde ich ein paar Beispiele nennen.

    Wie kamen Sie eigentlich zur Wissenschaftskommunikation?
    Das war ein totaler Zufall. Eigentlich wollte ich Lehrer werden. Während meines Studiums in Physik und Sozialwissenschaften habe ich bei der Kölner Produktionsfirma von Günther Jauch gejobbt, immer hinter der Kamera. Als ich gefragt wurde, ob ich einen Youtube-Kanal für die Firma aufbauen könne, habe ich das gemacht. Auch hier blieb ich hinter der Kamera. Irgendwann kam die Frage, ob ich nicht auch mal vor die Kamera gehen wolle. Zuerst sagte ich, nee, eigentlich nicht, aber mit Mitte Zwanzig habe ich es doch gemacht. Dann ergab eins das andere.

    Eine Promotion ist für Ihren Beruf nicht unbedingt erforderlich. Sie haben sich dennoch dafür entschieden. Warum?
    Aus purer Neugier. Mich interessierte die Frage, warum und wie die Leute Lernvideos nutzen und was solche Videos erfolgreich werden lässt. Dazu habe ich dann eine Studie mit rund fünftausend Erwachsenen aus Deutschland gemacht, die häufig Wissenschaftsvideos anschauen und bin zu ein paar interessanten Ergebnissen gekommen. Zum Beispiel: Ein wichtiger Grund für das Publikum, sich mit einem Thema zu beschäftigen, ist die Person vor der Kamera. Da entsteht eine parasoziale Beziehung, das Gefühl, den anderen zu kennen, auch wenn man sich nie persönlich begegnet ist. Man verbringt Zeit miteinander, mit der Zeit entwickelt sich Vertrauen. Aus meinen Ergebnissen habe ich einen Leitfaden mit 17 Regeln für die bestmögliche Produktion von Lernvideos abgeleitet. Im Prinzip kann die Studie aber allen, die kompetent kommunizieren wollen, von Nutzen sein. Denn die gleichen Regeln gelten auch, wenn ich eine Präsentation mache, einen Kurs halte oder sonst wo etwas erklären will, das nicht ganz trivial ist. 

    Welche Pläne haben Sie für die Zukunft?
    Viele, wobei mir gerade ein Vorhaben besonders am Herzen liegt: Im nächsten Jahr will ich zusammen mit Kolleginnen und Kollegen aus der Wissenschaftskommunikation einen Preis für Innovationen made in Germany ins Leben rufen. Deutschland ist ein hochinnovatives Land, das möchten wir einem großen Publikum zeigen. Aktuell sind viele Leute hier zu pessimistisch. Es wird Auszeichnungen in verschiedenen Kategorien geben, zum Beispiel für Neuerungen in den Bereichen Medizin, Energie und Mobilität. Die Bundesagentur für Sprunginnovationen wird uns helfen, unter den hoffentlich vielen Bewerbungen die überzeugendsten Projekte zu identifizieren. Die stellen wir dann in Videos vor und lassen unsere Communities über die Preisträger abstimmen. Aktuell suchen wir nach Partnern und bitten Unternehmen und Wissenschaftsinstitutionen um Unterstützung.

    Saarbrücken 2018 © Robertus Koppies

    © Boris Breuer

    Dr. Jacob Beautemps

    Zur Person

    Jacob Beautemps kam 1993 zur Welt und wuchs in Essen auf. Nach dem Abitur studierte er Physik und Sozialwissenschaften an der Universität zu Köln. Neben dem Studium jobbte er bei der Produktionsfirma i&u TV von Günter Jauch. Sein 2018 gegründeter Youtube-Kanal Breaking Lab überschritt im Juni 2022 die Marke von 500.000 Abonnenten und hat Ende 2025 knapp 720.000 Abonnenten. Im Sommer 2022 erhielt Jacob Beautemps mit Science for Future ein eigenes Doku-Format in der ARD-Mediathek.

    Beautemps tritt regelmäßig als Redner sowie als Gast in Fernsehsendungen auf. Sein 2025 erschienenes Buch Unsere Zukunft neu denken ist in Deutschland ein Bestseller. 2024 promovierte er am Institut für Physikdidaktik der Universität zu Köln zu der Frage, wie Erwachsene mithilfe von Youtube-Videos lernen. Für seine Beiträge erhielt er etliche Auszeichnungen, darunter 2024 die Medaille für naturwissenschaftliche Publizistik der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Am 3. Dezember 2025 ehrt die Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte Jacob Beautemps mit der Lorenz-Oken-Medaille für die exzellente Vermittlung von Wissenschaftsthemen an ein junges Publikum.

    Saarbrücken 2018 © Robertus Koppies

    @ IdeenExpo

    Moderator Jacob Beautemps bei der Show „Wissen live“ auf der IdeenExpo 2024.
    Weitere Informationen: