Lorenz Oken

Der Naturphilosoph und Arzt Lorenz Oken gründete die Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte mit dem Ziel, die persönlichen Beziehungen zwischen diesen beiden Fakultäten zu fördern.

Mit der ersten Versammlung, die am 18. September 1822 in Leipzig stattfand, wird die GDNÄ auf ihren nun folgenden jährlichen Zusammenkünften zum zentralen Vortrags – und Diskussionsforum neuer Forschungsergebnisse.

Persönlichkeiten wie Max Planck, Ernst Haeckel, Rudolf Virchow und Justus von Liebig prägten von Beginn an die Gesellschaft und ihre Versammlungen. Hier fand ein wesentlicher Teil der Diskussion um Albert Einsteins Relativitätstheorie statt, den Durchbruch der Chemotherapie bakterieller Infektionen erlebten die Teilnehmer 1936 mit einem Vortrag von Gerhard Domagk um nur zwei von zahlreichen Beispielen für revolutionäre Entwicklungen in der Wissenschaft zu nennen, die die Versammlungen der GDNÄ geprägt haben.

Seit Neubegründung der Versammlungen nach dem Ende des zweiten Weltkrieges wird die Tradition des Austausches aktueller Forschungsergebnisse fortgeführt.

In Erinnerung an ihren Gründer verleiht die Gesellschaft auf ihren Versammlungen die Lorenz-Oken-Medaille an Persönlichkeiten, die naturwissenschaftliche und medizinische Erkenntnisse allgemeinverständlich interpretieren und darüber berichten.

Mehr zu Lorenz Oken [pdf]

Lorenz Oken Medaille [pdf]